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Das am Niederrhein nichts los ist, ist ja mittlerweile oft genug widerlegt worden. In Rheinberg versucht der Messeveranstalter Pedalus mit Gewalt und großem Aufwand eine Bike-Messe zu etablieren. Zum zweiten Mal wurden die ehemaligen Hallen der englischen Flieger zum Veranstaltungsort für eine Fahrrad-Verkaufsmesse. Die Pedalus GmbH gibt sich alle Mühe, mehr Besucher anzulocken. Dieses Jahr wurde in der Leucht ein Mountainbike-Rennen ausgetragen, der Samstagabend wurde zum Party-Event mit einer ABBA-Coverband. Die 47 Kilometer lange Strecke wurde von Streckenposten und Polizei gesichert. Leider konnten wir nicht dabei sein, doch wir wundern uns, wo in der Leucht 40 km Strecke für Mountainbiker sein sollen (geistige Notiz: nächstes Jahr unbedingt den Samstag frei halten)!

Die Messe selbst lockt mit kostenlosen Parkplätzen und einer Eintrittsgebühr von sechs Euro (unserer Meinung nach zu viel). Neben diversen Bikeläden, wie zum Beispiel Rose, Fahrradlager Essen und etliche andere, sorgten das Team von Bike-in-Motion für Trail-Action. Eine Spinning-Vorführung lockte mit einer infernalischen Lautstärke die Besucher an. Swissbee und Masterflex präsentierten ein Bike mit Wasserstoffantrieb. Weiterhin konnten diverse Klapp- und Faltbikes bewundert werden. Doch  absolutes Highlight für uns waren die Cruiser von Hawk Classic. Puristisches Design in perfektem Finish. Die Aluminiumrahmen überzeugen durch ihre saubere Verarbeitung und ihr geringes Gewicht. Liebe zum Detail und klasse Ausstattungsfeatures runden das Bild ab. So sind die Cruiser zum Beispiel auf Wunsch mit Elektroantrieb erhältlich. Der Antrieb  leistet 2x100 Watt und hat eine Reichweite von 50 Kilometer bei 20 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Interessant für Tourenfahrer: Der Infostand des Ruhrtal-Radweges. Auf 220 Kilometern gibt es alles, was das Biker-Herz begehrt, egal ob man entspannte Touren fahren möchte oder auf Entdeckerreise geht. Kultur, Natur und Vergnügungsparks vom Ruhrgebiet bis ins Sauerland.
 Die Indoor-Teststrecke erlaubte ausgiebiges Testen des Wunschbikes. Leider verwechseln immer wieder eifrige Tester den Weg zum Parcours mit einer Rennstrecke, so dass man permanent über die Schulter blickt, um die Gefahr des „überfahrenwerdens“ zu minimieren.
 Fazit: Wenn die Verkaufsmesse sich weiter steigert, könnte sie wirklich zu einem Event werden. Wir empfehlen, mehr bekannte Hersteller zur Messe zu laden, Technikworkshops anzubieten oder ähnliche Aktionen. Bleibt die Messe allerdings in dem jetzt gesteckten Rahmen, kommt sie über das Flair eines Trödelmarktes für Neuteile nicht hinaus. Highlights waren leider wenige zu sehen und das Angebot für Mountainbiker wahr eher dürftig.
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