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Dienstag, 7. September 2010

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Langenwiesen oder kurzer Rasen!
Geschrieben von Michael Kozlowski   
Sonntag, 11. Februar 2001
Langenwiesen oder kurzer Rasen!Biken bis der Arzt kommt, sollte das Motto sein unter dem unser Trip nach Langenwiesen bei Winterberg stattfand.

Der Skiclub Bayer Uerdingen veranstaltet schon seit Jahren regelmäßige Touren in den Hochsauerlandkreis. Für wenig Kohle bekommt man jede Menge geboten. Der Verein verfügt über eigene Busse und ein Clubheim das sich sehen lassen kann. Beheizter Pool, Kaminzimmer sind nur einige Highlights. Großes sammeln war in Krefeld-Uerdingen angesagt.

Nachdem das Wetter hier im Ruhrpott unserer Stimmung schon einen Dämpfer verpasst hatte, Langenwiesen oder kurzer Rasen!Langenwiesen oder kurzer Rasen!wurden wir durch den genialen Bikeanhänger des Vereins wieder motiviert. Kein "geprutsche" beim Transport, sondern wirklich was vernünftiges! Also, Bikes eingepackt, fest gezurrt, Taschen in den Kleinbus und schon waren wir auf dem Weg.

Zweieinhalbstunden Autobahn und schon ist man im Hochsauerland. Jeder Kilometer Autobahn brachte uns besseres Wetter. In Langenwiesen angekommen hieß es ersteinmal Bikes ausladen und Zimmer sondieren, Betten beziehen und Bier kalt stellen.
Nach der zünftigen Brotzeit (die wie alle Mahlzeiten in gemeinschaftlich gekocht werden), gabs noch einen netten Plauderabend, bei dem jede Menge gefachsimpelt wurde.
Nach einem deftigem Frühstück ging es dann gegen 11.00 Uhr am nächsten Morgen los. Der Wettergott blieb uns treu, ein wenig trübe und kalt, aber trocken... damit kann man leben.

Langenwiesen oder kurzer Rasen!Langenwiesen oder kurzer Rasen!Kurz noch an der Tankstelle den Reifendruck abgecheckt. Berge wir kommen.........
Mit 20 Leuten ging es los. Der erste Anstieg direkt nach 500 m! Kahler Asten, dich machen wir platt. Oben angekommen, hätte ich schon gleich das Handtuch werfen können (sollte ich evtl. auf Schockozigaretten umsteigen?) Die ersten Ausfälle zeichnen sich ab. Zwei Leute beschließen gleich wieder umzudrehen! Zu hart! Tapfer kämpfen wir uns weiter vor. Die nächsten 3 Kilometer bergauf verlangen eiserene Disziplin und Duchhaltevermögen. Der nächste "Fast-"Ausfall! Heuschnupfen in Verbindung mit den Uphills ist keine gute Kombination. Doch es geht weiter, hart muß man sein. Mich treibt auch nur die Hoffnung auf eine rasante Abfahrt über knallharte und enge Trails weiter. Mein Klein klettert wie eine Gemse. Irgendwie Langenwiesen oder kurzer Rasen!Langenwiesen oder kurzer Rasen!kommen keine erwähnenswerten Abfahrten, aber das wird noch denke ich mir und kämpfe mich weiter den Forstweg hoch. Dumm nur das drei Triathleten mit von der Partie sind. Grinsend werde ich überholt. Ärger macht sich bei mir breit. "Keine Schmerzen, bei der Abfahrt bekommt ihr alles wieder"! Unser Heuschnupfensorgenkind wird mittlerweile von mir den Berg raufgeschoben. Jetzt gehts runter, hört man.

Endlich, es geht Bergab auf den Forstwegen! Schwierigkeitsgrad? Nicht erwähnenswert! Nach einer schnellen kurzen Abfahrt, ohne echte Highlights geht es, wie kann es anders sein, mal wieder Bergauf. Ich bin zwar kein Downhiller, aber sturres Konditionsbolzen find ich schei.....e. Frustrierend wie gut die Mädels sich den Berg raufkämpfen und auch Gereon scheint wenig Langenwiesen oder kurzer Rasen!Langenwiesen oder kurzer Rasen!beeindruckt...Nichtraucher halt. Nach ca. 25 km kommen wir an der Skichance Winterberg an und machen dort eine "Brotzeit". Unsere Heuschnupfen geqäulte Mitfahrerin beschließt auf direktem Wege zurück nach Langenwiese zu fahren. Ich entschließe mich Sie zu begleiten. Bergauf hab ich auch keinen Bock mehr und schließlich gehts ja morgen zu Bikestrecke Winterberg.
Schlappe 5 KM bis nach Langenwiese....geduscht und eine runde Pool heben meine Laune, der Grill zündelt auch schon vor sich hin. Essen, Trinken und Fachsimpeln ... Bier nicht zuvergessen.

9Langenwiesen oder kurzer Rasen!00 Uhr eine Kuhglocke reisst mich aus meinen "Singletrail" Träumen. Rasierer durch das Gesicht geschmissen, Frühstück und los. Unser "Heuschnupfli" gibt auf und bleibt im Clubhaus. Der Wettergott meint es nach einigen Schauern am Vorabend wieder gut mit uns. Um 10.00 gehts los!
Und was kommt? Richtig kilometerlange Uphills, mittlerweile komme ich mir vor als wäre ich Reinhold Messner auf dem Bike. Egal, mein unerschütterlicher Optimismus treibt mich weiter. Doch irgendwann wird auch dieser von der Raucherlunge besiegt. Die Mädels ziehen an mir vorbei. OK. Ich schiebe, gleich muß ja die Abfahrt kommen.
Langenwiesen oder kurzer Rasen!.Yippie, die erste wirklich schnelle Abfahrt, mit 60 km/h schreddere ich einen Forstweg runter, der ab und an von einigen Kanten unterbrochen wird, nach einigen freudigen Sekunden ereilt mich der kleine "Snakebit" Tod. Verfluchter Mist.....Plattfuss, alle anderen zischen an mir vorbei. Langenwiesen oder kurzer Rasen!Grummel......
Rucksack ab, Flickzeug raus! Argggggggggghhhhhhh zwei Löcher und nur ein Flicken und das Ventil hat es auch nicht überlebt.
Der Reserveschlauch vom Bikeverleih rettet mich. Ich bring die Abfahrt zuende .... Asphalt und mit 68 den Berg runter, nicht gerade was ich mir unter rasant vorstelle.

Mit frischem Schlauch kämpfe ich mich die nächsten Kilometer vorwärts. Ich will die Hoffnung einfach nicht aufgeben. Nach einigen kleineren Abfahrten die auch nicht gerade als technisch Anspruchsvoll gezählt werden können, landen wir in einem Nadelgehölz durch das sich ein Trail von 50cm breite schlängelt. Endlich! Auf einer Skala von 1-10 würde ich dem Trail eine fünf geben. Doch durch die Vorfahrenden wird es für mich zu Bremspartie. Achja.... Bikeparkour ist gestorben. Letztes Jahr war nur ein Test. Ist wieder geschlossen fürs "Rebuilding" Ab nächstes Jahr soll es in Winterberg auch eine permanente Strecke geben, aber dieses Jahr .... nichts zu machen.

Also strample ich weiter bergauf. Mittlerweile komme ich mir vor wie eine Bergziege. Nach drei Stunden und Gott weiß wievielen Höhenmetern kommen wir wieder am Clubheim an. Das Chilie duftet schon und entschädigt uns für die Quälerei.
Schnell duschen, essen, Formel 1 Start schauen, Zimmer aufräumen, Bikes einpacken und ab Richtung Flachland.

Fazit: Eine wirklich lohnende Erfahrung. Allerdings sollte man sich nicht untrainiert unter die Konditionstiere vom Skiclub wagen. Nochmals Hut ab vor den Frauen, mit superschlechten Leihbikes haben unsere Wadenbeisserinnen jede Steigung genommen. Also der Funfaktor war OK, nicht das Richtige für Downhiller, aber man sollte auch mal über den Tellerrand schauen, biken besteht nicht nur aus Liften, Shuttleservice und den Bergrunterkacheln.

Obwohl die Strecken nicht mein Fall waren, hatte ich Spass und vergebe hier das Prädikat "besonders wertvoll".

Der Skiclub Bayer Uerdingen bekommt auch ein "Top of the Pop" wer soviel für seine Mitglieder tut gehört gelobt.
Neben den MTB-Touren gibts dort organisierte Motorrad-Touren, Rennrad-Touren und natürlich auch diverse Ski-Aktivitäten, wie zum Beispiel Snowboard-Kurse etc.
Es werden auch Fahrten angeboten die gänzlich ohne Sport auskommen zum Beispiel Disneyland oder Städtereisen.
Der Mitgliedsbeitrag von 5 EURO im Monat ist auch zu verschmerzen.
Wer mehr wissen möchte, kann sich hier Informieren.

Ski Club Bayer Uerdingen 1955
Office
Duisburger Str. 345b
47829 Krefeld
Tel.: +49/2151/88-7265 or 480999
Fax.: +49/2151/42258
Homepage: www.ski-club.de

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