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Willingen 2002 Licht und Schatten - arm und reich |
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Geschrieben von Kozy und Waldy
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Sonntag, 7. Juli 2002 |
Unter diesem Motto könnte Willingen 2002 gestanden haben. Im strahlenden Sonnenschein im Ruhrpott los und im Regen in Willingen angekommen. So erging es uns. Der Regen war zum Glück nur von kurzer Dauer. Nach einem ausgiebigen Bikerfrühstück ging es frisch gestärkt und mit Kaffee vollgetankt auf das Festivalgelände. Schon nach fünf Metern fing der "kleine" Daniel an zu quengeln: "Ich will zum Auto, ich will mein Bike". Nach Androhung einer Kaltwachskompletthaarentfernung war Ruhe. Gemütlich schlenderten wir von Stand zu Stand auf der Suche nach innovativen Neuerungen.
 Aber außer einigen Detailverbesserungen gab es wenig zu sehen. Seltsame Stilblüten treibt der MTB-Sport mittlerweile. Bikes komplett im Kuhfell oder Camouflage in rosa waren total "Hip". Einziger wirklich erwähnenswerter Eyecatcher war das Megabike DH240 von Bombproof aus den Niederlanden. Komplett aus Stahl gefertig mit 260 mm Federweg und auf 24 Zoll-Laufrädern daherkommend. Es darf gespannt auf den nächsten Boliden gewartet werden, welcher dann mit 300 mm Federweg aufwarten soll. Mehr Infos unter: http://www.bombproof-bikes.com. Die großen der Branche waren wie üblich vertreten und lockten mit Fork-Services oder einfach nur mit einem Washup-Service. Bei Magura konnte ein reger Andrang beobachtet werden. Die Frage die man sich zwangsläufig stellen mußte: Fahren soviele Biker die Produkte oder sind die Produkte so wartungsintensiv??? Oder waren hier vielleicht aber auch nur die heißesten Bunnies? Leider konnten wir es nicht in Erfahrung bringen. Es war einfach zu viel los. Rühmliche Ausnahme bildete hier Bergamont. Ein Team von 2 Frisören kümmerte sich um die Belange der wildverwucherten Festival-Besucher.  Angefangen bei der schnellen Kurzhaarfrisur bis zum bunten Irokesenschnitt konnte man ein Roundup für seine Haare in Anspruch nehmen. Sage und Schreibe nur 5 Euro waren für diesen Service fällig. Das ganze hatte aber einen durchaus lobenswerten Hintergrund: Die 5 Euro pro Starschnitt-Aspiranten gingen komplett an ein Kinder-Aids-Hilfswerk. Mehr solcher Initiativen könnten dem Bikesport mit Sicherheit zu mehr Akzeptanz bei der breiten Masse verhelfen. Angenehm aufgefallen ist auch Krafticus http://www.krafticus.de mit einer schmackigen Backmischung für Powerriegel und sonstige Tuning-Nahrungsmittel.
Sehr willkommen waren auch die Informationen von Autan zum gerade äußerst aktuellem Thema "Zeckenbisse". Doch dazu an anderer Stelle mehr. Der Trend bei den Ständen ging ganz klar in Richtung "kleiner". Außer Rose, die ihren Stand wohl unter dem Thema: Bigger is better" planten. Dagegen war der Shimanostand gradezu ein "Einmannzelt".
 Das Rahmenprogramm konnte sich wie gewohnt sehen lassen. Natürlich fand auch wieder der obligatorische Marathon statt. Bei den Männern gewann die lange Runde Karl Platt aus Osthofen und bei den Damen Sandra Klose aus Stephanskirchen. Unser ehemaliges Teammitglied Gereon wäre und wollte eigentlich mitfahren...wenn man ihm nicht das Bike zur Mittagsstunde aus einem abgeschlossenen Keller geklaut hätte. Einziger Wermutstropfen des Festivals, aber leider jedes Jahr das gleiche Spiel. Anlässlich des 5-jährigen BIKE-Festival-Jubiläums im Hochsauerland fand zum ersten Mal ein Dual Speed Trial Wettbewerb statt. Das Spektakel fand in der Eishalle vor 2500 Zuschauern statt. Auch auf dem Testparcours wurde beim Sprintrennen wieder mächtig abgerockt. Die Strecke hatte sich nicht nennenswert verändert. Lediglich der Table am Ende der Strecke wurde überarbeitet. Für die Kids gab es auch schon wie beim Bike-Festival am Gardasee eine SCOTT Junior Trophy. Lobenswert das der Nachwuchs nicht vergessen wird.
 Sehr viel neues gab es aber auch für die Freeridefraktion. Der beliebte Freeride wurde komplett überarbeitet und zeigt sich mit komplett neuem Gesicht. So schlängelt sich jetzt eine superphatte BikerX-Strecke den Ettelsberg runter. 240 Höhenmeter pures Adrenalin. Phatte Tables, geile Anlieger und alles schön abschüssig um richtig Kette geben zu können. Nur am Start sind die ersten Tables mit einem DH-Boliden etwas mühsam...aber dann...ein breites Grinsen macht sich unter dem Helm breit. Wem das nicht reicht kann als Alternative auch schon mal beim "Freeride" die nachgebauten Northshore-Trails mit einbeziehen. Eine echt gelungene Aktion der Gemeinde Willingen. Die beliebten Wurzelpassagen der Downhiller mussten zwar vorerst dem neuen Freeride weichen, sollen aber später wieder als zusätzliche Alternativen einbezogen werden. Wir hoffen das gerät nicht in Vergessenheit. Und da wir gerade davon sprachen...240 Höhenmeter...dafür gibt es natürlich eine Sesselbahn die wir nur empfehlen können. Wer möchte seine Körner, die er später für den Freeride braucht, schon vorher beim Bergrauffahren vernichten? Auch hier haben wir brandaktuelle News, die ab dem 1.07.2002 gültig sein werden. So gibt es spezielle Bikerkarten wie zum Beispiel die 10er Karte für 25 Euro . Ferner werden Tageskarten für 19,50 Euro und Halbtageskarten für 14 Euro angeboten. Halbtageskarten gelten entweder von 9.00 bis 13.00 Uhr oder von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Wir denken ein echt faires Angebot, vor allem wenn man das mal mit anderen Bikeparks vergleicht. Mehr Infos unter: www.bike-willingen.de und www.ettelsberg-seilbahn.de.        
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