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Magnetfeldtherapie - Eine anziehende Wirkung?
Geschrieben von Waldy   
Montag, 6. Dezember 2004
Magnetfeldtherapie - Eine anziehende Wirkung?Vorsichtig schauen sich die beiden Männer am Straßenrand um. Der Blick verrät, daß sie nicht zusammen gesehen werden wollen. Die Luft scheint rein zu sein. Schnell wird ein Umschlag mit geheimnisvollem Inhalt gegen einen in einer Tüte eingewickelten Gegenstand getauscht. Noch einmal schauen sich die beiden Männer um. Ein Nicken der Männer ersetzt die Abschiedsfloskel. Zu Hause angekommen eilen die beiden Männer in ihre Wohnungen. Hastig schließt der kleinere der beiden Männer die Wohnungstüre hinter sich und setzt sich auf das Sofa. Mit zittrigen Händen öffnet er die Tüte und entnimmt den geheimnisvollen Gegenstand. Das ist es also, worauf er so lange und erwartungsvoll gewartet hat. Der größere der beiden Männer hält nachdenklich den Umschlag in den Händen. Es scheint ihm alles so klein, geradezu unscheinbar zu sein. Das soll ihm also helfen? Ihm, der immer ein Abbild der Gesundheit darstellte?! Dann widmet er den Magnetpflastern einen langen und prüfenden Blick, während der kleinere der beiden Männer sich bereits die Kniebandage umgebunden hat. Diese beiden Männer haben nur ein gemeinsames Ziel, die Linderung ihrer Schmerzen.

Jahrelanger Sport hinterläßt bei jedem von uns seine Spuren. Aber nicht nur mit zunehmendem Alter, Magnetfeldtherapie - Eine anziehende Wirkung?sondern auch bereits in jungen Jahren, werden viele Sportler von Schmerzen geplagt. Besonders beliebt sind bei den Radsportlern Schmerzen im Bereich der Knie. Aber nicht nur Verschleiß, sondern auch akute Schmerzen einer Verstauchung und Prellung plagen den Menschen. Der Griff zum Schmerzmittel scheint vorprogrammiert. Wer sich nicht mit Chemie voll pumpen will, sucht nach Alternativen. Immer öfter taucht der Begriff der Magnetfeldtherapie auf. Dabei scheint den Anwendungsgebieten der Magnetfeldtherapie, ob als alleiniger Einsatz oder begleitend zu anderen Therapieformen, keine Grenzen gesetzt zu sein. Von Verstauchungen und Verspannungen bis hin zu Tumoren wird die Magnetfeldtherapie eingesetzt. Alles Hokuspokus oder ist wirklich Hilfe zu erwarten?

Grundsätzlich muß man bei der Magnetfeldtherapie zwischen zwei Arten von Magnetfeldtherapie - Eine anziehende Wirkung?Magnetfeldern unterscheiden. Zum einen gibt es die Magnetfeldtherapie mit pulsierenden Magnetfeldern, zum anderen die Magnetfeldtherapie mit statischen Magnetfeldern. In diese beiden Lager spaltet sich auch die Anhängerschaft der Magnetfeldtherapie auf. Das Lager der Befürworter der pulsierenden Magnetfeldtherapie vertritt die Meinung, daß die Therapiewirkung durch statische Magnetfelder, wenn überhaupt, nur sehr gering wäre. Die Vertreter der statischen Magnetfelder widersprechen dieser Meinung vehement. Der Vorteil der statischen Magnetfeldtherapie ist, daß die Anwendung für jedermann ohne Probleme möglich ist. Es werden keine Apparate benötigt, lediglich Magnete.

Beide Arten der Magnetfeldtherapie verfolgen ein gemeinsames Ziel, die Beseitigung akuter Schmerzen durch Beschleunigung des Heilungsprozesses und nicht die Unterdrückung von Krankheitssymptomen, wie es zum Beispiel bei Narkotika der Fall ist. Funktionieren soll das ganze durch Anregung der Zellen. Dadurch findet eine erhöhte Durchblutung und eine erhöhte Sauerstoffzufuhr statt. Der Stoffwechsel wird angeregt und somit der Heilungsprozeß beschleunigt. Und alles ohne Nebenwirkungen!

Da unser Team weder aus Physikern noch aus Ärzten besteht, wollen wir uns dieser Debatte auch nicht weiter anschließen. Wir beschränken uns auf den Praxistest. Eingesetzt haben wir diverse Bandagen und das Magnetpflaster (Forte rechteckig) von Magnoflex, sowie Abaris Magnetpflaster (Biomagnete Abaris 800 Gauss Ferrit). Die Besonderheit der Magnoflex Produkte ist die wechselpolare Magnetisierung. Dabei werden Nord- und Südpole wechselweise aneinander gereiht. Die von uns verwendeten Magnoflex und Abaris Produkte wiesen für den einzelnen Magneten um die 780 bzw. 800 Gauß auf (Angaben der Hersteller). Im Vergleich dazu beträgt die Stärke des Erdmagnetismus etwa 0,6 Gauß.

Das Team der mtb-extreme wagte den Selbstversuch...

Vorgeschichte: Testperson beklagt seit einigen Jahren immer wiederkehrende, meist nachts auftretende, starke Schmerzen im rechten Knie. Die Schmerzen hielten auch an dem darauf folgenden Tag noch an. Ein konsultierter Arzt faßte schlicht und einfach die Diagnose “Verschleiß“ mit dem Kommentar „solange es nicht schlimmer wird, aushalten“. Diese Testperson nahm im weiteren Verlauf keine Schmerzmittel zu sich und „litt“ vor sich hin.
Testphase: Dieser Testperson wurde eine Kniebandage von Magnoflex gereicht. Bei einer erneuten Schmerzattacke in der Nacht wurde die Kniebandage angelegt. Am nächsten Morgen gab die Testperson Schmerzfreiheit an. Die Kniebandage wurde morgens wieder abgelegt. Auch nach zwei weiteren Schmerzattacken in den darauf folgenden Wochen gab die Testperson nach Einsatz der Kniebandage in der Nacht am nächsten Morgen Schmerzfreiheit an.

Vorgeschichte: Testperson klagte im Sommer über akute Schmerzen im Oberschenkel aufgrund von Überanstrengung, die schon über Tage anhielten.
Testphase: Die Testperson setzte die Oberschenkelbandage von Magnoflex ein, welche zwei Nächte getragen wurde. Die Testperson gab an, eine Linderung zu verspüren, kritisierte aber die enorme Wärme der Bandage.

Vorgeschichte: Testperson klagte über Menstruationsprobleme mit sehr starken Schmerzen im Unterleib als auch über starke Kopfschmerzen in diesem Zeitraum. Diese Person setzte in der Vergangenheit regelmäßig sehr starke Medikamente zur Linderung der Schmerzen ein.
Testphase: Der Testperson wurden Magnetpflaster von Abaris gereicht. Die auf den Schläfen aufgebrachten Magnete linderten nach Aussage der Testperson die Kopfschmerzen. Fünf aufgebrachte Magnetpflaster im Bereich der Unterbauchs befreiten die Testperson sogar von den Schmerzen im Unterleib.

Vorgeschichte: Testperson klagte über Verspannung im Schulterbereich.
Testphase: Auch hier wurden bei der Testperson Magnetpflaster von Abaris eingesetzt. Die Testperson bestätigte ein verbessertes Wohlbefinden.

Vorgeschichte: Testperson klagte über Verspannung im Schulterbereich.
Testphase: Von der Testperson wurde das Magnoflex Magnetpflaster „Forte rechteckig“ eingesetzt. Die Testperson bestätigte ein verbessertes Wohlbefinden, kritisierte jedoch die etwas umständliche Anbringung per Spanngurt und dem sich schwer zu lösenden Pflaster.

Das Team der mtb-extreme glaubt nicht an Hokuspokus oder sonstiges. Für uns zählt das Ergebnis. Deshalb haben wir den Test selber und mit vertrauenswürdigen Personen durchgeführt. Das Ergebnis unseres Tests scheint der Magnetfeldtherapie mit statischen Magnetfeldern recht zu geben. Inwieweit der Erfolg psychosomatischer Natur ist, bleibt natürlich ungeklärt. Aber wie auch immer, es scheint zu helfen, und der Zweck heiligt die Mittel. Die Magnetfeldtherapie mit statischen Magnetfeldern ist auf jeden Fall einen genauen Hingucker wert.

Grundsätzlich sollte die Magnetfeldtherapie nicht bei elektrischen Implantaten wie zum Beispiel Herzschrittmachern eingesetzt werden. Bei Schwangerschaften vorher unbedingt einen Arzt konsultieren.

Wer sich genauer über die Magnetfeldtherapie informieren möchte, sollte folgende Lektüren studieren:

Magnetfeldtherapie - Eine anziehende Wirkung?„Heilen mit Magneten - Das Handbuch zum Biomagnetismus“ von Michael Tierra beschäftigt sich ausgiebig mit dem Einsatz von statischen Magnetfeldern. Genaue Erklärungen von Nord- und Südpol eines Magneten und deren Wirkung auf den Körper und des Einsatzes bei den verschiedensten Krankheiten, runden das leicht verständliche Werk ab. Die vielen und mit Bildern unterlegten Beispiele animieren zum Ausprobieren und Nachahmen.

Erschienen bei Windpferd Verlagsgesellschaft mbH
www.windpferd.de
ISBN: 3-89385-232-8
Preis: 9,90 Euro

Magnetfeldtherapie - Eine anziehende Wirkung?„Magnetfeldtherapie - Schmerzen lindern natürlich und ohne Nebenwirkungen“ von Karl-Heinz Hanusch befaßt sich mit der Magnetfeldtherapie mittels pulsierender Magnetfelder. Mit anschaulichen Fallbeispielen und genauer Erklärung der Intensität und Behandlungsdauer der einzusetzenden Magnetfelder, spricht das Buch vor allem versierte Leser an.

Erschienen beim Jopp Verlag
www.joppverlag.ch
ISBN: 3-0350-5033-3
Preis: 12,90 Euro

Weitere Informationen gibt es direkt bei den Herstellern:

Magnoflex: www.magnoflex.de
Abaris: www.abaris.ch

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