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Die
Zeiten, als GPS-Geräte klobige und riesige, fest installierte
Technikmonster waren, sind endgültig vorbei. Immer kleiner und
handlicher sind diese Wunderwerke moderner Funktechnologie geworden.
Die Krönung stellen zweifelsfrei die Geräte von Garmin aus der
Forerunner-Serie dar. Lässig am Handgelenk getragen, wie eine normale
Uhr, zeichnen sie Wegstrecke und Puls auf. Mit den modernen SIRF
III-Chipsätzen wird ein GPS-Empfang sogar unter widrigsten Bedingungen
sichergestellt. Völlig unabhängig ob Regen, Schnee oder ein dichtes
Blätterdach die Sicht zum Satelliten verhindert, zeichnet der
Forerunner die Strecken unbeirrbar auf.
Neben der Aufzeichnung können
solche Geräte auch zum Navigieren oder als Trainingspartner genutzt
werden. Wer langfristig seine Trainingsumfänge und Erfolge
dokumentieren möchte, ist mit einem solchen Gerät gut bedient. Kleinste
Schwankungen in der Leistungskurve können entdeckt werden, Rekordzeiten
aufgezeichnet  und detailliert ausgewertet werden. Alle Hersteller von
GPS- oder Pulsmessgeräten, welche über eine Möglichkeit zur
Datenauswertung am PC verfügen, legen ihrer Hardware eine mehr oder
minder taugliche Software bei. Im Bereich Pulsmesser kann die originale
Polar-Software überzeugen. Wer allerdings seine Wegstrecke in
Verbindung mit dem Pulsschlag und dem Tempo angezeigt bekommen möchte,
der wird lange suchen müssen. Sicherlich stellt die mitgelieferte
Software der Hersteller einen Grundfunktionsumfang zur Verfügung,
welcher für einen normalen Breitensportler ausreichend sein sollte.
Doch der ambitionierte Freak erwartet etwas mehr.
Sporttracks – Lange gesucht und endlich gefunden
Nach
langem suchen und probieren hat sich die Software „Sporttracks“ von
Zonefivesoftware als klarer Favorit herauskristallisiert. Das Gute an
der Software: Es ist Donationware. Das bedeutet: Wer die Software nutzt
und gut findet, der kann einen kleinen Betrag bezahlen, muss es aber
nicht. Fair use quasi. Die Software unterstützt nativ die meisten
Garmin-Geräte. Anstecken, importieren der Daten, fertig. Über
Zwischenschritte können auch Polar und andere Daten zugänglich gemacht
werden. Es gibt dafür Tools, die alle möglichen Formate in alle
unmöglichen Formate hin und her konvertieren. Wir haben uns für die
Kombination Garmin Forerunner 301 und Sporttracks entschieden, weil
dieses Duo einfach zu bedienen und vielfältig in den Funktionen ist.
Auf
der Homepage von Zonefivesoftware kann Sporttracks problemlos
heruntergeladen werden. Der mit 2,5 Megabyte recht kleine Download
läuft jedoch nur unter Windows mit installierter Microsoft
Net-Software. Völlig unspektakulär wird die Software auf den heimischen
PC installiert und startet ohne jegliches Tamtam. Wer bereits über
Jahre seine Daten via Garmin- oder Polar-Software aufgezeichnet hat,
kann diese Daten einfach importieren. Was sofort ins Auge fällt: Die
Oberfläche hält sich nicht an die Standard-Windows-Konventionen für
Software-Design. So sind viele Funktionen nur schwer zu finden. Wer
sich jedoch tapfer durch die Menüs klickt und die Philosophie hinter
Sporttracks versteht, der findet sich schnell zurecht. Nach dem
erstellen eines Users, dem Anlegen der Herzfrequenzzonen, Aktivitäten
und Tempobereiche kann es auch schon fast losgehen. Alles mögliche kann
individuell angepasst und eingestellt werden. Dies kann natürlich auch
für mehrere Nutzer geschehen. Sporttracks ist Multi-User-fähig. Über
eine offene Plugin-Schnittstelle können externe Entwickler eigene
Funktionen für das Programm zur Verfügung stellen. Die verfügbaren
Zusatzmodule reichen vom einfachen vergleichen zweier Einheiten bis hin
zum automatischen Blog-Upload der Wegstrecke via FTP-Transfer und deren
Darstellung in Google-Maps. Womit wir auch schon beim nächsten Feature
wären: Die Darstellung der gefahrenen oder gelaufenen Einheiten auf
einer Karte oder auf einem Satellitenbild. Je nach ausgewähltem Modus
kann man durch einfaches markieren auf der Karte seine Herzfrequenz,
Tempo, Steigung usw. für das ausgewählte Wegstück anzeigen lassen. Im
Gegensatz zu den teuren Garminkarten, ist die Nutzung von Google Maps
kostenfrei und die Satellitenbild-Funktion sorgt für stundenlange Beschäftigung. Während links immer der Kalender mit den farbig
hervorgehobenen Trainingstagen steht, werden rechts die zum gewählten
Modus gehörigen Daten angezeigt. Aktivitätsberichte können nach Tagen,
Wochen, Monaten, Jahren oder Sportarten erstellt werden. Es können
eigene Filter deklariert und genutzt werden. Es ist möglich,
Geschwindigkeiten, Herzfrequenzen, Tempo oder Kalorienverbrauch, oder
Gott-weiss-was zu vergleichen. Die grafische Darstellung aller Daten
ist immer übersichtlich und nie verwirrend. Bei Bedarf können einzelne
Fenster und Diagramme auch „abgedockt“ oder maximiert werden.
Training über Jahre im Blick
Sehr
gut ist auch die Auswertung von aufgezeichneten Daten über Jahre hinweg
gelöst. Es ist möglich, ganze Jahre, Monate oder Wochen miteinander zu
vergleichen. Es wird ersichtlich, ob das Training effektiv war oder
nicht. Mit einem Klick werden die Durchschnittswerte über den
ausgewählten Zeitraum mit der entsprechenden Aktivität angezeigt. Neben
solchen Funktionen kann noch das Equipment eingepflegt werden.
Ebenfalls in Kategorien eingeteilt mit Foto, Gewicht, Preis, Kaufdatum
und Ort versehen, ist es kein Problem, die Haltbarkeit
unterschiedlichsten Materials, in Verbindung zur Sportart und zum Ort,
zu bringen.
Wird
nur eine Trainingseinheit ausgewertet, kann Sporttracks mit einem Klick
auf die Tempobereiche dazu gebracht werden auf der Karte einzublenden,
wo diese Geschwindigkeit erreicht wurde. Ebenso ist diese Funktion
möglich bei Pulszonen, Höhenmeter und so weiter.
Fazit:
Wir haben hier nur einen kleinen Bereich der Möglichkeiten dieser
Software aufgezeigt. Selbstverständlich können auch Strecken am PC
geplant werden und wieder auf das Gerät übertragen werden. Einziger
Kritikpunkt ist die nicht Windows konforme Oberfläche. Wobei dies kein
echter Nachteil ist. Wer sich an das Bedienungskonzept gewöhnt hat,
findet sich relativ schnell zurecht. Ab und an ertappen wir uns doch
dabei, grundlegende Funktionen zu suchen. Das meiste ist
selbsterklärend und funktioniert reibungslos. Wir hatten den einen oder
anderen Absturz. Allerdings immer ohne Datenverluste. Sporttracks tut
sich ein wenig schwer, wenn es keine Onlineverbindung aufbauen kann.
Wer dann auf "OK" drückt kommt nicht mehr zur Datenauswertung. Unser
Tipp: Einfach den Fehlerrequester in die Ecke schieben und nach kurzer
Denkpause startet Sporttracks trotzdem. Für Spielkinder ein absolutes
„Must have“.
Mehr Infos unter http://www.zonefivesoftware.com
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