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Nummernschildpflicht für Mountainbiker
Geschrieben von Michael Kozlowski   
Samstag, 1. April 2006

Nummernschildpflicht für MountainbikerNachdem sich die Plakette für Reiter schon seit Jahren als Passierschein für Reitwege etabliert hat, ist es nun amtlich: Der Biker wird zur Kasse gebeten! Um die Gesunderhaltung deutscher Wälder finanzieren zu können, beschränkten sich die Förstereien bisher auf den Verkauf von Holz. Finanziell ist dies jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Unterstützt vom Bundesumweltministerium tritt jetzt zum Beginn des zweiten Quartals 2006 ein neues Gesetz in Kraft, welches es ermöglicht, für die Benutzung von Wald und Forstwegen eine Gebühr zu erheben.

Dieses Gesetz ist eine Erweiterung der Reit- und Wanderweg-Nutzungsnovelle. Anstelle von: „... hat der Reiter für die Nutzung der Wege eine Gebühr, die der Verwaltungskreis festlegt, welche jedoch nicht 25 Euro pro Quartal überschreiten darf“ heißt es jetzt:“... Wer Reit-, Wald- und Wanderwege mit Sportgeräten oder Reit- und Zugtieren nutzt, hat eine Gebühr in Höhe von maximal 25 Euro...“.

Mit dieser Gesetztestextänderungen besteht die rechtliche Grundlage, die Nutzung sämtlicher Forstwege kostenpflichtig zu machen. Neben der bereits bestehenden 2-Meter Regelung, bedeutet dies eine weitere Einschränkung für die Biker-Gemeinde. Sicherlich sind 25 Euro für drei Monate Waldbenutzung nicht viel, doch bei der Kontrolle der Nummernschilder wird es sicherlich auch Verwarngelder für das Missachten der 2-Meter Regel hageln. Anscheinend will man im Bundesumweltministerium mit aller Gewalt Deutschland zu Grunde richten. Nach dem Benzin, Tabak und die bereits beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer für eine Inflationsrate wie im zweiten Weltkrieg sorgen, wird verzweifelt nach einer Möglichkeit gesucht, Löcher im Haushalt zu stopfen. Realistisch werden in naher Zukunft wohl Abgaben zur Fußgängerwegnutzung oder eine Baggerseeschwimmgebühr sein. Immer neue Steuern und Abgaben, wie sie unsinniger nicht sein könnten, werden von unseren Regierungsoberhäuptern beschlossen, doch eine Chance sich gegen diese Abgaben zu wehren hat keiner.

Ob das eingenommene Geld zur Aufforstung und Gesunderhaltung der Wälder genutzt wird, scheint uns mehr als fragwürdig. Aus diesem Grund könnt Ihr hier abstimmen, ob Ihr für oder gegen diese Abgabe seid.

Wer also heute noch eine kleine Runde durch den Wald fahren will, der sollte sich im örtlichen Rathaus das Formular IMAS 010406 holen. Dieses Formular gilt als Ausnahmegenehmigung, bis die Abgabenschilder in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Die Schilder sind formtechnisch an die Versicherungsschilder von Mofas angelehnt. Die Größe beträgt 60 mm x 80 mm. Montiert werden sollen die Schilder gut sichtbar am Schutzblech vorne oder hinten. Dumm das Mountainbikes keins haben...

Gebühren für die Waldbenutzung
 
 

 

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