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Aus aktuellem Anlass hier einige Tipps gegen die Zeckengefahr aus dem Unterholz. Vielen ist die Gefahr die Zecken für den Mountainbiker darstellen nicht bewußt. Wer sich in das Unterholz der deutschen Wälder begibt, setzt sich unter Umständen einer lebensgefährlichen Gefahr aus.
Die Zecke!
Viele werden abwinken und sagen das es nicht schlimmer ist als ein Mückenstich, es gilt aber zu bedenken das Zecken wesentlich mehr Krankheiten übertragen als eine Mücke. Zum Thema entfernen gibt es mindestens 100 Arten die falsch sind, von "abbrennen" bis "zersprengen" geistert alles durch die Köpfe. Eine falsch entfernte Zecke ist gefährlicher als eine nicht entfernte. Welche Krankheit überträgt eine Zecke? Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Der Erreger der FSME, das FSME-Virus, wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen. Es sind jedoch auch einige wenige Fälle bekannt, bei denen die Erkrankung durch den Genuß unpasteurisierter Milch von infizierten Kühen oder Ziegen ausgelöst wurde. Als gefährdet, an einer FSME zu erkranken, galten lange Zeit vor allem bestimmte Berufsgruppen wie Förster, Jäger, Wald- und Landarbeiter, da diese besonders häufig von Zecken gestochen werden. Inzwischen sind solche beruflich gefährdeten Personen jedoch meist gegen die FSME geimpft. Daher infizieren sich heutzutage etwa 90 Prozent aller Patienten während ihrer Freizeit mit dem Virus.1 In Deutschland erkranken jedes Jahr über hundert Personen an der FSME. Es ist jedoch nicht jeder gleichermaßen gefährdet. Das FSME-Virus tritt nur in bestimmten Regionen, sogenannten Endemiegebieten, auf. In Deutschland sind das vor allem Bayern und Baden-Württemberg, aber auch der Süden Hessens. Aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Brandenburg wurden vereinzelt FSME-Fälle gemeldet. Bei an Myelitis oder Radikulitis erkrankten Patienten sind Restschäden häufig. Insgesamt behalten 10 bis 20 Prozent der Patienten mit schwereren klinischen Verlaufsformen der FSME langanhaltende oder bleibende neuropsychologische Restschäden1. Psychische Veränderungen wie beispielsweise Antriebsschwäche oder Depressionen treten bei einer FSME relativ häufig auf. Auch Todesfälle durch FSME sind aufgetreten. Insgesamt sterben etwa ein bis zwei Prozent derjenigen, bei denen das Virus das zentrale Nervensystem befällt Nach wie vor kursieren viele falsche Vorstellungen von Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten Die sechs häufigsten Irrtiümmer über Zecken 1. Zecken fallen von den Bäumen.
Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen. Sie warten im Gras, im Unterholz und in Büschen auf Warmblüter, die die Zecken im Vorbeigehen abstreifen. 2. Vor allem Jäger und Forstarbeiter sind gefährdet. 90 Prozent der FSME-Infektionen ziehen sich die Patienten bei Freizeit-Aktivitäten (Gartenarbeit, Campen, Wandern, Biken usw.) zu. 3. Die Krankheit kommt nur im Frühsommer vor. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) tritt zwar gehäuft zu Beginn des Sommers auf, dennoch gibt es Erkrankungen auch schon im Frühjahr und bis in den Herbst hinein. 4. Bei uns besteht kein Risiko durch Zeckenstich. In ganz Deutschland können Zecken die Lyme-Borreliose (keine Impfung möglich) übertragen. FSME-Übertragungen werden vor allem in Süddeutschland beobachtet. Ob eine Person gefährdet ist, hängt jedoch nicht nur von ihrem Wohnort, sondern von ihrer Mobilität und ihrem Freizeitverhalten ab. 5. Mit der richtigen Kleidung kann ich mich schützen. Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können eine ganze Zeit herumkrabbeln und nach einer geeigneten "Stichstelle" suchen. 6. Rechtzeitiges Entfernen der Zecke reicht aus FSME-Viren können schon unmittelbar nach dem Stich übertragen werden. Von Borreliose-Erregern nimmt man an, daß die Übertragung erst nach längerem Saugen erfolgt. Allerdings gibt es auch hierbei Hinweise auf Infektionen innerhalb kürzerer Zeit. Scheinbar spielt hier auch die Technik der Zeckenentfernung eine Rolle. Wie werde ich das Vieh wieder los? Fast jeder kennt einen anderen "Geheimtip" zur Zeckenentfernung. - Sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Drauftröpfeln von Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr als sie nützen. Es kann sein, daß die Zecke in ihrem "Todeskampf" erst recht Erreger in die Wunde abgibt. Auch das Quetschen der Zecke beim Entfernen kann schädlich sein.
Man sollte daher Zecken ganz vorsichtig mit einer feinen Pinzette oder mit einem Skalpell entfernen. Dazu setzt man dicht über der Haut an und zieht bzw. hebelt die Zecke vorsichtig heraus. Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen.
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