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Alt und bewährt? Ein Bike für jede Gelegenheit? Das Scott Octane im Dauerstress!
Freitag, 13. September 2002
Alt und bewährt? Ein Bike für jede Gelegenheit? Das Scott Octane im Dauerstress!Alt kann man nicht sagen, neu auch nicht, aber bewährt! Das Scott Octane!Seit über einem Jahr wird dieses Bike jetzt von unserem Showpraktikaten Dirk "Elton" malträtiert. Hier nun seine "gesammelten Werke": Das Scott mit den vom Werk montierten Komponenten kann durchaus als Freerider bezeichnet werden. Keine überragende Ausstattung, aber durchaus funktional und stabil. An den Felgen gibt es auch wenig zu bemängeln die Mavic 321 mit 32 Speichen verrichten unauffällig ihren Dienst. Die Naben (Eigenmarke von Scott) geben Anlass zur Kritik. Wasser (gelegentliches Lake-Jumping) und Schlamm entlockten ihnen nach kurzer Zeit ein Quietschen, welches auch durch ausgiebiges fetten und ölen nicht mehr zum Verstummen gebracht werden konnte..

Die Schaltung ein Mix aus Shimano Deore (Shifter) und LX (Umwerfer und Schaltwerk) funktionierten leider nur vier Tage tadellos. Ein Stein der eine "kleine Runde" mit der Kette drehen wollte (oder sollte ich sagen ein ausgewachsener Fels) riss das Schaltwerk ab. Das dann montierte XT-Schaltwerk schaltet die Gänge seitdem problemlos rauf und wieder runter.

Eine "Clara" von Magura sollte für die nötige Verzögerung sorgen. Dachten die Jungs von Scott! Ich nicht!Alt und bewährt? Ein Bike für jede Gelegenheit? Das Scott Octane im Dauerstress! Nach vier Monaten mussten die Bremsen und Felgen für eine Hayes FH und ein Laufradsatz von Sun (Double Wide) weichen. Als Nabe wurden die bewährten Shimano XT eingespeicht. Als Reifen kam zunächst der King Jim von Schwalbe zum Einsatz und dann der Fat Albert als Light-Version. Zum Freeriden ein genialer Reifen, für das Downhillen wohl ein wenig zu "schwachbrüstig" gegen Durchschlag gewappnet. Dicker Schlauch hat auch nicht wirklich geholfen.
Wenn ich es richtig "rocken" lasse ziehe ich den Michelin C16 S auf. Dieser Reifen läßt sich problemlos mit nur einem bar Luftdruck fahren. Allerdings ist er dann nicht mehr für die Straße zu verwenden. Der geringe Luftdruck und die superweiche Gummimischung geben einem das Gefühl mit gezogener Bremse zu fahren. Beim "bergrunterfahren" läuft der Reifen zur Hochform auf, seine Leistungsfähigkeit wird nur durch den Mut und das Können des Fahrers begrenzt.
Durch Waldy motiviAlt und bewährt? Ein Bike für jede Gelegenheit? Das Scott Octane im Dauerstress!ert zog es mich immer mehr in Richtung Downhill. Die gut funktionierende Manitou X-Vert DC mit "schlappen" 120 mm Federweg wurde von einer Mazochhi Monster T mit 175 mm abgelöst. Mit einem Sitzgefühl wie auf einem Chopper (nur viel steifer) erhöhte sich das Gesamtgewicht leider auf ca. 20 kg. Der Scott-Lenker und Vorbau wanderten auch ins Regal. Ein Point (50 mm) und ein Lenker von Planet X (690 mm breit und saustabil, doppelte Wandstärke) sind jedem Gewaltakt gewachsen.
Der Steuersatz wurde inzwischen zweimal gewechselt. Im Moment ist ein Ritchey für die präzise Lagerung verantwortlich.
Der Tioga-Sattel wurde für "gut" befunden und ist immer noch angebaut. Die Sattelstütze ging aufgrund eines Materialfehlers (oder war es doch mein Gewicht?) zu Bruch und wurde anstandslos umgetauscht. Wenn man alles hat und eigentlich nichts mehr verbessern kann, beginnt man sein Geld für Kultobjekte auszugeben. Die Sattelstütze von Salsa war das Objekt meiner Begierde. Schwupp, jetzt liegt auch noch eine Originalsattelstütze im Regal. Hinterbau und Dämpfer arbeiten so gut, dass ich von einer "Verbesserung" abgesehen habe. Die 160 mm reichten bis jetzt immer. Im Antriebsstrang gab es einige Erleichterungen. Nur noch ein Kettenblatt, eng umschlungen von einer Roox Kettenführung überträgt die Kraft auf die Kette. Der Einbau der Kettenführung wäre schon fast ein Artikel für sich. Nichts hat gepasst. Nach zwei Stunden war aber auch das erledigt. Die LX Kurbel ist bis jetAlt und bewährt? Ein Bike für jede Gelegenheit? Das Scott Octane im Dauerstress!zt auch nicht kaputt zu bekommen. Pedale: Sun Ringle, auch ok. Der Rahmen und die Lackierung sind noch in einem erstaunlich gutem Zustand. Die eine oder andere Lackmacke waren leider nicht zu vermeiden. Aber so ist das halt! Oder man fährt zur Eisdiele und wieder nach Hause. Kritikpunkt ist allerdings die Verlegung des Schaltzuges am Unterrohr. Ständigen Dreckbewürfen ausgesetzt, hätte man eine etwas weniger "pflegeintensive" Zugführung wählen sollen. Reinigen und Ölen lindern zwar die Probleme, aber sind letztendlich auch nicht die "ultimative Lösung".

Alles in allem bin ich mit dem Bike völlig zufrieden. Eine Tour kann genauso bewältigt werden wie ein beinharter Downhill. Lediglich lange Uphills sollte man vermeiden.

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