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Kaum
einem Ausrüstungsgegenstand wird so wenig Aufmerksamkeit
geschenkt, wie dem gemeinen Pedal. Immer nur mit Füßen
getreten, bei jeder Wäsche ausgeklammert und die Wartungen
beschränken sich beim einen oder anderen Modell auf das Gerade
biegen des Käfigs. Bei Plattform-Pedalen erübrigt sich auch
das. Da viele Bike-Parts „eurotisiert“ worden sind,
rutschen preisgünstige Teile und Räder immer mehr in den
Fokus der meisten Leute. Ob Einsteiger oder Profi, jeder sucht in
Geiz-ist-geil-Manier nach dem ultimativen Schnapper. Jedem dürfte
auch klar sein, dass für wenig Geld auch wenig Qualität
geboten werden kann. Doch bei einem Preis-Leistungs-Verhältnis
das stimmt, können Abstriche gemacht werden. Natürlich nur,
wenn diese nicht zu Lasten der Sicherheit gehen.
General
Issue Pedals von Atomlab
Wer
sich ein Komplett-Rad gekauft hat, wird wahrscheinlich schon nach
wenigen Kilometern die verbauten Pedalen verfluchen. Zu klein, zu
wenig Grip, zu instabil. Für den Weg zur Arbeit oder zur
Eisdiele reichen diese mitgelieferten Klötze vielleicht gerade
noch aus. Für mehr jedoch sind sie nicht geeignet. Da es auf dem
Markt ungefähr soviel preiswerte Pedalen wie Frauenschuhe gibt,
haben wir uns für die Einsteiger-Pedalen von Atomlab
entschieden. Markenqualität zum günstigen Preis.
Wie
üblich wird der Dollar 1:1 in Euro umgetauscht, schließlich
müssen ja die Zahlen stimmen! Für 37 Euro sind die General
Issue Pedals von Atomlab zu haben. Mitgeliefert werden einige
Ersatzpins und ein Innensechskantschlüssel. Gerneral Issue
bedeutet soviel wie Standard und meint kleinste Version. Diese ist
mit ungedichteten Kugellagern versehen und dreht sich um eine
Cro-Moly Achse. Die symmetrisch auf der Plattform verteilten Pins
geben ausreichenden Halt und vermitteln ein gutes Gefühl von mit
dem Rad verbunden sein. Wehe dem, der mit kurzer Hose, ohne
Schienbeinprotektor abrutscht und eine weitere Kerbe in sein
Schienbein schlägt. Die Schmerzen sind bei jedem Pedal gleich,
unabhängig vom Preis oder Hersteller. Lediglich die Tiefe der
Kerben unterscheidet sich. Wie gesagt, im Normalfall ist der Halt
mehr als ausreichend. Der Fuß klebt in der Position fest, in
der er auf dem Pedal abgestellt wird. Kein Rutschen vor und zurück,
links oder rechts. Wem das zuviel Fixierung ist, der kann natürlich
den einen oder anderen Pin entfernen und so die Haftung verringern.
Plattform-Pedalen für jeden Tag ohne Anspruch.
Materialanmutung
und Verarbeitung sind OK. Kein perfektes Finish aber für den
Preis angemessen. Was wirklich stört, sind die schwergängigen
und hackeligen Lager. Hier wäre auch für kleines Geld mehr
möglich gewesen. Mit ein wenig Feintuning und einer ordentlichen
Menge Fett kann der Lauf ein wenig leichtgängiger gemacht
werden. Der Aufwand steht jedoch in keinem Verhältnis zum
Nutzen. Wir würden das Pedal einfach fahren wie es ist.
Irgendwann sind Kugeln und Laufflächen aufeinander eingefahren
und laufen einigermaßen rund. Schmutz und Wasser kann so gut
wie ungehindert eindringen. Wer also lange etwas vom Schnäppchen
haben möchte, der sollte Atomlab-Pedalen regelmäßig
zerlegen und neu fetten. Optisch sind es ganz normale
Plattform-Pedalen für jeden Tag ohne Anspruch.
Fazit:
Das
Atomlab-Pedal hat kein überragendes, aber ein doch akzeptables
Preis-Leistung-Verhältnis. Gutes Pedal für das Zweitrad.
Für wirklich rockige Abfahrten würden wir zum
nächstgrößeren Modell mit stärkerer Achse und
gedichteten Lagern greifen (diese sind natürlich teurer).
Sicher ist sicher. Standfläche und Fixierung sind super und bei
Regen und Matsch mehr als ausreichend. Keine Schönheit aber ein
solides Stück Metall.
www.atomlab.com
PS:
Wird ja sowieso nur mit den Füßen getreten, was solls also
;)
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