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Schneller, weiter, besser - Dirt Teamfastforward! |
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Geschrieben von Michael Kozlowski
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Dienstag, 22. Juli 2003 |
Jürgen Schlender von Alu-Tech wurde einst von einem bekannten Bikemag Redakteur gefragt, warum er so ein Ding bauen würde. Doch er weiß es selbst auch nicht so richtig , er wollte halt ein aussergewöhnliches Hardtail bauen, welches durch extravagante Optik und extreme Steifigkeit sowie für sehr lange Haltbarkeit stehen sollte. D
Das kam dabei heraus: Ein Hardtail wie es vorher noch nicht gebaut wurde, das Dirt Teamfastforward.
Hier kommt unser eignes 8-fach gekanntetes Oberrohr (550 mm lang) in oversized zum Einsatz. Durch die extrem große Überlappung von Unterrohr und Oberrohr sowie die Verbindung mit dem extraverstärkten Steuerrohr (69°) entsteht ein ultrastabiler Lenkkopfbereich. Ein zusätzliches Gusset am verstärkten Unterrohr hält hier dauerhaft jeden Stress fern. Weiterhin wird durch die Befestigung des Hinterbaus am Oberrohr mittels unterhalb verschweißtem großen Gusset auch hier der hintere Bereich bocksteif. Dazu trägt aber auch die Anbindung der Kettenstreben an das verstärkte und 100 mm breite Innenlagergehäuse bei. Hier kommen vier große Gussets zum Einsatz. Die Kettenstreben aus spezial gezogenem 4-Kantrohr, welches oben und unten 4 mm stark ist, während die Seiten sind 2 mm Materialstärke aufweisen. Als Abschluß sind hinten die aus einem "phatten" Flugzeugaluminiumblock CNC-gefrästen 20 mm breiten Ausfallenden. Diese nehmen die 160 mm breite und 5-fach gelagerte Hinterradnabe von White Industries auf. Diese wird mit einer hauseigenen 15 mm großen NIROstahlachse verschraubt . Wechselschaltaugen sind bei ALUTECH selbstverständlich. Erwähnenswert ist hier die Art der Befestigung. So wird das Auge mittels Nut und Feder in den Ausfallenden von unten eingeklickt und zwei Schrauben fixieren es am Rahmen. Das Auge besitzt eine Sollbruchstelle, um bei härteren "Abgängen" den Rahmen vor Beschädigung zu schützen. Damit die Kettenlinie auf geradem Kurs gehalten wird, wird ein 146 mm breites Innenlager von Race Face Namens Signature DH verbaut. Die Kette wird mittels einer hauseignen Dualkettenführung, welche nach ICMS-Standard direkt mit dem Rahmen verschraubt ist, immer dort gehalten wo sie hingehört. Die Reifenfreiheit für 26 " Reifen liegt bei 3.00 " und bei 24 " sogar noch weit dadrüber und das bei einer H interbaulänge von 395 mm. Der Rahmen ist ausgelegt für Federgabeln mit 130 mm Federweg und wird nur für Scheibenbremsen gefertigt. Das Sitzrohr ist 360 mm lang. Der ganze Rahmen wirkt wie ein megaphattes BMX-Geschoß und genau so fährt es sich auch: Sehr wendig! Super agil! Das hohe Rahmengewicht von 3200 Gramm fällt überhaupt nicht auf. Hier flext nichts, hier bringt kein noch so harter Untergrund das Fahrwerk an seine Grenzen. Fährt man eine schnelle Wurzelpassage, so wird man an eine Sadomaso-Aktion erinnert. Man hat aber immer die Gewissheit das hier ein Gefährt unterm Hintern ist welches jeder Belastung standhält. Drückt man seitlich fest gegen das Pedale, um zu sehen ob der Rahmen flext, muß man feststellen, dass die Laufräder und die Gabel dem Druck nachgeben. Der Rahmen ignoriert dies mit völliger Gelassenheit. Der Rahmen wird von ALUTECH nur auf Bestellung gebaut. Somit hat man die Möglichkeit kostenlos auf die Geometrie Einfluss zu nehmen. Alles ist hier möglich. Die Lieferzeit beläuft sich auf ca. vier Wochen und der Preis liegt bei 1250.- Euro. Viel Geld für ein Hardtail! Rechnet man jedoch das mitgelieferte Innenlager ( 149.- ), die Hinterradnabe (255.-) und die Steckachse (40.-) wieder raus, so ist der Rahmen nicht teurer als der anderer Anbieter (Nur das diese Rahmen nicht so Aufwendig gefertigt werden). Bei den Farben ist auch (fast) alles möglich. Alle RAL-Töne stehen zur Verfügung und Sonderwünsche können auch hier realisiert werden, allerdings gegen Aufpreis und Absprache. Mehr Infos unter: http://www.wildsau.com |