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Vorsicht Opa mit Hut! - Azonic und Lazer Helm im Test
Sonntag, 23. November 2003

Vorsicht Opa mit Hut! - Azonic und Lazer Helm im TestVorsicht Opa mit Hut, wer kennt das nicht? Wochenende auf der Landstraße und da fahren sie in ihrem Mercedes, die Opis mit Hut und halten den Verkehr auf, in dem sie rumschleichen. Im Bereich MTB sollte man, egal welches Alter, nicht auf die Kopfbedeckung verzichten. Zwar kein Hut, aber ein Helm, egal ob CC, Freeride oder DH, die Rübe gehört geschützt.

Es gibt zwar noch Zeitgenossen die diese Kopfbedeckung für unnötig halten weil es "Uncool" ist mit Helm zu fahren. Aber Dumme muß es geben, damit die Schlauen besser da stehen. Vielleicht haben diese "Coolen Typen" noch irgendwo ein Ersatzkopf rumfliegen. Unsere Empfehlung lautet jedenfalls: Safer biken!

Würden die Mountainbike-Magazine auch mal ein wenig an die weniger Mainstream orientierten Biker denken, könnte ich mir diesen Bericht sparen, denn in jeder MTB-Zeitschrift wird regelmäßig getestet und Neuigkeiten werden vorgestellt und dies in jeder Preisklasse. Leider hauptsächlich Nussschälchen und keine Fullface-Helme.
Um es vorweg zu nehmen, hier werden nicht alle Fullface-Helme vorgestellt und getestet, aber zwei der gängigsten Helme in der Freeride-DH-Scene.
Die Helme die wir hier vorstellen sind preislich sehr unterschiedlich. Es soll ja Biker geben die gut betucht sind und die Euronen nur so wegwerfen.
Da wäre einmal der Fullface von "Azonic"-AZX Preis: ca 178,- Euro und der Fullface von "Lazer"-FactoryRider Preis: ca 399,- Euro. Es gibt Motorradhelme die sind günstiger... Beide Helme sollten den Benutzer bei Stürzen vor größeren Blessuren rund um den Kopf schützen. Das erfüllen beide Helme. Zwar haben wir uns mit diesen Helmen nicht heftig "Lang gemacht" , aber ohne Kopfbedeckung wäre es bestimmt anders ausgegangen.

Gerade beim DH kann es sehr schnell vorkommen, dass das Bike ein Eigenleben entwickelt, bei dem der Rider keine Chance mehr hat den wilden Hobel wieder in die rechte Spur zu bringen. Dabei kann es vorkommen, dass man über den Lenker geht (High-Sider immer gern gesehen). Ohne Fullface kann es passieren, dass man Dreck fressen muss. Wer das schon mal mitgemacht hat, der weiß wie "Uncool "das kommt.
Theoretisch könnte man auch einen billigen Helm kaufen, schließlich erfüllt dieser doch den gleichen Zweck, oder? Wie Anfangs erwähnt, jeder hat nur einen Kopf!. Wer 3000 und mehr Euronen für sein Bike locker macht, der sollte auch eine handvoll Euros für den Eigenschutz über haben. Die Unterschiede zwischen den beiden Helmen sind immens.

Azonic AZX

Schaut man sich den Azonic AZX aVorsicht Opa mit Hut! - Azonic und Lazer Helm im Testn, macht dieser vom Gesamtbild her einen zufriedenstellenden Eindruck.
Sucht man nach Belüftungen bei diesem Helm, fällt das Ergebnis mager aus, denn es gibt nur vier winzige Belüftungslöcher (wenn man sie den überhaupt so bezeichnen darf). Dies sorgt im Sommer für einen recht heißen Kopf und im Winter bzw. Herbst kommt zwar kein Regenwasser in den Helm, aber es kann auch keine warme Luft entweichen und man fängt bedeutend schneller an zu schwitzen.
Wer dann (unteranderem) auch einen etwas größeren Kopf hat, der größer als 60 cm ist, wird es schwer haben an einen Azonic zu kommen, denn Helme in der Größe XXL (60-62 cm) Kopfumfang sind sehr schlecht in Good Old Germany zu erwerben.
Hat man dann doch einen Helm bekommen, sieht es mit der Passform sehr schlecht aus. Der Kinnschutz ist sehr nah am Kinn was eigentlich nicht üblich ist. Desweiteren drückt der Helm an der Stirn und am Hinterkopf.

Hat man den Helm einige Zeit genutzt und "schön voll geschwitzt", möchte man diesen auch mal Vorsicht Opa mit Hut! - Azonic und Lazer Helm im Testgerne von innen reinigen. Nur leider lassen sich die inneren Polster nicht herausnehmen um sie separat zu waschen.
Wer nicht auf dem Helm angewiesen ist, kann getrost den ganzen Helm waschen (Achtung! Keine Kochwäsche). Allerdings dauert es einige Zeit bis dieser wieder getrocknet ist. Am Style des Azonic gibt es nichts zu meckern. Auch das Gewicht des Helmes ist akzeptabel.
Persönlich störte uns der Verschluß des Kinnriemens. Es ist zwar eine altbekannte und bewährteTechnik, aber etwas umständlich in der Handhabung.

Fazit: Wer keinen "Bummskopf" hat und nicht stark schwitzt ist mit diesem, zwar nicht gerade günstigen, Helm recht gut bedient.
Mehr Infos im Web: www.azoniceurope.com

Lazer FactoryRider.

Dieser ist in einem ganz aVorsicht Opa mit Hut! - Azonic und Lazer Helm im Testnderen Preisniveau zu finden und zwar bei 399,- Euro. Schaut man sich hier nach Belüftung um, wird man sofort fündig, denn es gibt 23 Belüftunglöcher die für einen kühlen Kopf sorgen. Die Belüftung im Kinnschutz sorgt dafür, dass die Brille bei langsamen Teilstücken nicht beschlägt. Setzt man den Helm auf, bemerkt man sofort den besseren Sitz. Fast ist man gewillt zu sagen:" Perfekter halt, dank 3-Wetter Taft". Sehr vorteilhaft ist der Kinnriemen, der über einen Schnellverschluss geschlossen wird. Der Helm gibt ein sicheres Gefühl, da er da er die Knautschzone um ein vielfaches vergrößert. Selbst der Schirm ist verstellbar und steht nicht so tief im Gesicht wie der des Azonic.
Hervorragend sind auch die verschiedenen Einlagepolster, damit kann der Helm genau angepasst werden. Wem der Helm passt, der kann diese als Reserve im "Vorratsschrank" verschwinden lassen. Ist der Helm vollgeschwitzt, können die Polster zum Waschen herausgenommen werden (100 Hygienepunkte).
Die Polster sind aus Coolmax und können einzeln über Euren Dealer bestellt werden.

Fazit: Viel Geld, aber jeden Euro wert; es lohnt sich, für diesen Helm zu sparen.
Mehr Infos im Web unter: www.lazer.be

Noch am Rande: Tragt immer eine Brille, denn ihr habt nur zwei Augen und es kann schnell passieren, dass ihr Dreck oder einen Ast ins Auge bekommt und dann sieht es übel aus. Wer Pech hat verliert sein Augenlicht!
Ich habe die Erfahrung gemacht, zwar nicht durch einen Unfall, aber eine Erkrankung hat mich fast ein Jahr lang daran gehindert, DH zu fahren. Denn mit 1 Auge kann man nicht dreidimensional sehen, da wird der Trail ganz schnell zu einen Schlauch und Ihr eiert dann wie der "erste Wal auf einem Fahrrad" den Trail runter.

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