mtb-extreme.de - Das Online-Magazin für Mountainbiker
  Home arrow Technik arrow WDS-Wire-Detection-System - Lebensretter par excellence (Satire)

Donnerstag, 9. Februar 2012

Home
Technik
Lifestyle
Sonstiges
Girlspower
Tracks
Events
Tellerrand
News
Downloads
Links
Impressum
Powerpics
Sitemap

WDS-Wire-Detection-System - Lebensretter par excellence (Satire)
Geschrieben von Michael Kozlowski   
Donnerstag, 31. März 2005
WDS-Wire-Detection-System - Lebensretter par excellence (Satire)Das Mountainbiker die unbeliebtesten Radfahrer der Nation sind, dürfte hinreichend bekannt sein. Verantwortlich für das Waldsterben, Bodenerosion, und sonstige Naturkatastrophen biblischen Ausmaßes fürchtet der Otto-Normal-Mountainbiker schon beim Verlassen der heimischen Garage um sein Leben. Vermeidlich beherzte Autofahrer versuchen, die von den Forstbehörden ausgeschriebenen Prämien, durch brutales Überfahren von hinten zu kassieren. Viel heimtückischer als diese offensichtlichen Attacken auf unser Leben, sind die versteckten Fallen, welche auf die Spezie der Downhiller ausgerichtet sind. Fallgruben usw. sind relativ leicht zu erkennen. Doch der neuste Trend, einen Mountainbiker zu Tode bringen, lässt selbst eingefleischte Zweirad-Hasser aufhorchen.

Um die Horde der angeblichen Baumbestand-Vernichter zu dezimieren, wird versteckt zwischen zwei Bäumen ein Draht gespannt. Dieser Draht, welcher genau auf Halshöhe angebracht wird, kann nicht mehr als harmloser Spaß angesehen werden. Das amerikanische Unternehmen Military Supplies Ltd. bietet jetzt ein System an, mit dem solche Fallen schon in einer Entfernung von 100-150 m entdeckt werden können. Ursprünglich wurde das System für die amerikanischen Bodentruppen entwickelt. Es soll die Soldaten vor Stolperdrähten und Sprengfallen warnen. Die große Version des WDS steckt mittlerweile in jedem Militär-Hubschrauber und hat eine Reichweite von über 1000 m. Das Gerät funktioniert nach dem Dopplerprinzip. Es werden zwei frequenzmodulierte Radarstrahlen in Fahrtrichtung ausgestrahlt. Die zurückgeworfenen Reflexe werden aufgefangen und ausgewertet. Ergeben sich dabei Diskrepanzen zwischen den beiden Signalen, erkennt der integrierte Rechner ein Hindernis. Bis hierhin funktioniert das Gerät wie ein normales Radarsystem. Der Clou steckt jedoch im Detail: Mit Hilfe eines dritten Radarstrahls wird die Dichte des erkannten Hindernisses ermittelt und das Material, aus dem das Hindernis besteht, bestimmt. Über ein PC-Interface kann der Warnbereich angegeben werden. Es sind verschiedene Presets voreingestellt. Wählbar sind die Modi: Metalle, Kunststoffe, Custom und Periodentabelle. In den ersten beiden Modi erkennt das WDS-System zuverlässig Drähte ab einem Durchmesser von 0,5 mm in einer Entfernung von 150 Metern. Ist der gespannte Draht dünner, verringert sich die Erkennungsdistanz entsprechend. Die Fehlerrate liegt bei unter 1,4 Prozent. Wird das WDS im ModWDS-Wire-Detection-System - Lebensretter par excellence (Satire)us Periodentabelle eingesetzt, kann jedes beliebige Element aus der Periodentabelle aufgespürt werden. Dabei verringert sich die Reichweite auf unter 2 m. In dieser Betriebsart kann das WDS als Metalldetektor eingesetzt werden und verlorene Gegenstände aufspüren. Dies funktioniert sogar, wenn der Gegenstand im Erdreich versteckt ist. Im Custom-Modus können eigene Materialsets definiert werden. Dazu wird lediglich eine Spektralanalyse des Materials benötigt. Military Supplies Ltd. hat bereits eine Website angekündigt, auf der ständig aktualisierte Sets heruntergeladen werden können. Die Stromversorgung erfolgt über einen Lithium-Ionen-Akku. Dieser hält das Gerät für 3-5 Stunden einsatzbereit. Der Ladevorgang erfolgt über USB oder über das mitgelieferte Netzteil. Im Laufe des Tests leistete sich das Gerät keine Schwächen. Alle Hindernisse wurden zuverlässig erkannt und lediglich zweimal meldete das Gerät ein Hindernis, wo keines war.

Fazit: Mit einem Preis von 99,95 Dollar eine Investition fürs Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schatzsuchfunktion erweitert den Anwendungsbereich und hat bei uns für jede Menge Spaß gesorgt. Was man im Sandkasten alles findet, ist unglaublich! Ein absolutes „Must have“. Was ein wenig stört, dass die gewünschte Betriebsart nur am PC festgelegt werden kann. Der akustische Alarm ist von der Lautstärke nicht einstellbar und sorgt für Unmut. Der Piezo-Lautsprecher tönt mit über 120 db und das verschreckt nicht nur den Biker. Die Status LEDs auf der Rückseite sind bei starkem Sonnenlicht kaum zu erkennen.

Infos: Military Supplies (Website ab dem 01.04 oder 01.05.2005 steht noch nicht fest)

Lesezeichen für diese Seite speichern:
Ask.com del.icio.us Facebook Favoriten.de Google icio.de Linksilo.de Netscape Slashdot Technorati Mister Wong Yahoo
 
< Zurück   Weiter >

Twitter Button from twitbuttons.com

 

Suche
Bikewetter
Das Wetter heute
Meist gelesen
mtb News
: Home :: Technik :: Lifestyle :: Sonstiges :: Girlspower :: Tracks :: Events :: Tellerrand :: News :: Downloads :: Links :: Impressum :: Powerpics :: Sitemap :