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Nach
langem quälen haben die altersschwachen Jungs der Scorpions endlich
die Bühne freigemacht für neue Bands aus Deutschland. Der Abtritt
war ja längst überfällig. Von einer echten Lücke am Himmel der
Rockmusik kann allerdings nicht gesprochen werden. Bands wie
Skullboogey trösten problemlos über den vermeintlichen Verlust der
Altrocker hinweg. Die Jungs aus Hessen rocken Deutschland. Quasi "Die
Hessen kommen" Reloaded oder 2.0. Die 1998 als Solo-Projekt
gestartet Band ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Der Titel der
neuen CD "III" ist Programm. Die nunmehr... ja richtig
dritte CD aus den phatologischen Laboren der Band rockt, fetzt,
burnt... oder was auch immer.
Fetzende
Gitarrenriffs
Wer
die CD einlegt, fühlt sich um Jahre jünger. Unverbrauchte
Gitarrenriffs die entfernt an frühe Werke von Metallica erinnern.
Fetzende Soli gepaart mit der eindringlichen Stimme des Leadsängers
Stefan Wendlinger hämmern einen die Titel in das Trommelfell. Schon
der erste Track "Fast way´s down" lässt einen aufhorchen:
Großes kündigt sich an. Die Riffs eisenhart ins Griffbrett
geschlagen. Die Drums werden mit elefantentöser Gewalt von Michael
Joa in das Fell getreten.
Kein
Einheitsbrei
Die
Leadgitarre mit Jens Urban und am Bass Christian Zieckmann runden das
ganze lautstark ab. Die Stimme Wendlingers erinnert ein wenig an Joe
Cocker ohne dessen Genuschel und den rauhen Unterton. Langweilig wird
das "Organ" nie. Die Wandlungsfähigkeit der Stimme ist
beeindruckend. Jederzeit ist klar, welcher Track das Hörvermögen
gerade runiniert. Endlich mal kein durchgemischter Einheitsbrei, der
klingt, als wäre er eine nicht enden wollende Megamaxisingle.
Langsame Stücke wie "Killing Time" und "Breath"
bestechen durch ihre eingängigen Melodien und verhelfen der CD zu
einem ausgewogenen Gesamteindruck. Das Stück "Keep it Rolling"
beschleunigt den Puls dann wieder auf 220 und verursacht bei
entsprechender Lautstärke durchaus eine Atemlosigkeit.
Um
nicht Gefahr zu laufen, ihre Fangemeinde umzubringen, hat das
Skullboogey-Quartett die Herzattacke mit "Collecting Emptiness"
in letzter Sekunde abgewandt und lässt es etwas ruhiger angehen. Der
Song wird nur von der Stimme und den Gitarrenriffs im Wechsel
getragen und hallt lange in den Gehirnwindungen nach. Wie es sich
gehört, endet die Scheibe mit einem Knall: "Rock´n Roll Man"
ist guter Sound ala Jailhouserock in hart.
Fazit:
25.05.2010, der Tag, an dem die
neue Skullboogey-CD mit dem Namen "III" in den Handel kam. Besser sofort kaufen. Wer leer ausgeht, ist selber
Schuld. Absolut hörbar. Endlich mal wieder etwas gutes aus "Good
old Germany".
Label:
http://www.finestnoise.de
Artist:
http://www.skullboogey.de
III
01.
Fast way´s down
02.
Spitting blood
03.
Unknown Kid
04.
Killing Time
05.
Keep it rolling
06.
Hell
07.
Feels like dying
08.
Breath
09.
One down
10.
Collecting Emptiness
11.
Rock ´n´ Roll Man
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