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Skullboogey - III -Die Hessen kommen...
Geschrieben von Michael Kozlowski   
Freitag, 9. Juli 2010

Skullboogey - III -Die Hessen kommen...Nach langem quälen haben die altersschwachen Jungs der Scorpions endlich die Bühne freigemacht für neue Bands aus Deutschland. Der Abtritt war ja längst überfällig. Von einer echten Lücke am Himmel der Rockmusik kann allerdings nicht gesprochen werden. Bands wie Skullboogey trösten problemlos über den vermeintlichen Verlust der Altrocker hinweg. Die Jungs aus Hessen rocken Deutschland. Quasi "Die Hessen kommen" Reloaded oder 2.0. Die 1998 als Solo-Projekt gestartet Band ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Der Titel der neuen CD "III" ist Programm. Die nunmehr... ja richtig dritte CD aus den phatologischen Laboren der Band rockt, fetzt, burnt... oder was auch immer.

Fetzende Gitarrenriffs

Wer die CD einlegt, fühlt sich um Jahre jünger. Unverbrauchte Gitarrenriffs die entfernt an frühe Werke von Metallica erinnern. Fetzende Soli gepaart mit der eindringlichen Stimme des Leadsängers Stefan Wendlinger hämmern einen die Titel in das Trommelfell. Schon der erste Track "Fast way´s down" lässt einen aufhorchen: Großes kündigt sich an. Die Riffs eisenhart ins Griffbrett geschlagen. Die Drums werden mit elefantentöser Gewalt von Michael Joa in das Fell getreten.

Kein Einheitsbrei

Die Leadgitarre mit Jens Urban und am Bass Christian Zieckmann runden das ganze lautstark ab. Die Stimme Wendlingers erinnert ein wenig an Joe Cocker ohne dessen Genuschel und den rauhen Unterton. Langweilig wird das "Organ" nie. Die Wandlungsfähigkeit der Stimme ist beeindruckend. Jederzeit ist klar, welcher Track das Hörvermögen gerade runiniert. Endlich mal kein durchgemischter Einheitsbrei, der klingt, als wäre er eine nicht enden wollende Megamaxisingle. Langsame Stücke wie "Killing Time" und "Breath" bestechen durch ihre eingängigen Melodien und verhelfen der CD zu einem ausgewogenen Gesamteindruck. Das Stück "Keep it Rolling" beschleunigt den Puls dann wieder auf 220 und verursacht bei entsprechender Lautstärke durchaus eine Atemlosigkeit.

Um nicht Gefahr zu laufen, ihre Fangemeinde umzubringen, hat das Skullboogey-Quartett die Herzattacke mit "Collecting Emptiness" in letzter Sekunde abgewandt und lässt es etwas ruhiger angehen. Der Song wird nur von der Stimme und den Gitarrenriffs im Wechsel getragen und hallt lange in den Gehirnwindungen nach. Wie es sich gehört, endet die Scheibe mit einem Knall: "Rock´n Roll Man" ist guter Sound ala Jailhouserock in hart.

Fazit: 25.05.2010, der Tag, an dem die neue Skullboogey-CD mit dem Namen "III" in den Handel kam. Besser sofort kaufen. Wer leer ausgeht, ist selber Schuld. Absolut hörbar. Endlich mal wieder etwas gutes aus "Good old Germany".

Label: http://www.finestnoise.de
Artist: http://www.skullboogey.de

III

01. Fast way´s down
02. Spitting blood
03. Unknown Kid
04. Killing Time
05. Keep it rolling
06. Hell
07. Feels like dying
08. Breath
09. One down
10. Collecting Emptiness
11. Rock ´n´ Roll Man


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