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Rom -
Zentrum des Glaubens, mehr Mythos als Realität. Einst Hauptstadt des
römischen Imperiums, heute Metropole zwischen den Zeiten. In keiner
Stadt der Welt liegt alt und neu so eng zusammen. Rockgrößen wie Gianna
Nannini und Nervbarden wie Eros Ramazzotti waren die einstigen
Chartgaranten
der Italiener. Es ist still geworden, wenn es um Musik aus dem Land der
Pizzabäcker geht. "Main Attraction" schickt sich an, dass zu ändern.
Fünf Römer, die auszogen, um den Rest der Welt das "Rocken" zu lehren.
Bereits seit 1994 tummeln sich die Römer (in unterschiedlichster
Besetzung) in den Amphittheatern der Neuzeit. Frei nach dem Motto: Gut
Dingen will Weile haben, gibt es auf dem neuen Album neun Tracks, die
unterschiedlicher nicht sein könnten.
Gut Ding will Weile haben
Die
Kampfansage an die Charts! Das Album "In spite of all" kann in
kompletter Länge überzeugen. Alle Songs verbreiten eine angenehme
Unruhe. Hinsetzen und hören geht einfach nicht. Die Scheibe ist der
ideale Begleiter bei einer schnellen Bike- oder Laufeinheit. Schon mit
den ersten Takten von "Tic-Toc", kristallisiert sich der Anspruch des
Albums heraus: Entertainment und Spaß. Druckvoll wird man zum nächsten
Titel gehetzt und wem jetzt noch nicht die Puste ausgegangen ist, der
wird spätestens bei "Stand where the action is" eine Pause einlegen. Die
fünf römischen Centurios wollen nicht die Welt verändern, sie wollen
nur ein wenig ihren Gang beschleunigen und den gewillten Hörer in
Bewegung halten.
Die Stimme passt
zum Beat
Den Sound kann man sich als eine
Mischung aus: "The Clash" und den "Beastie Boys" vorstellen. Das etwas
eigenwillige Organ vom Leadsänger Ronnie passt 100% zum Beat. Sie
beschleunigt die Songs wie eine getunte Vespa auf Spitzentempo. Die
Gitarren rockig und schmutzig und der Gesang abgedreht und provokativ.
Die Drums hart und trocken. So muss das sein! Wer sich den Gehörgang mit
"The Main Attraction" frei blasen will, der hat genau das richtige
Instrument zur Hand. Nachteil an einem so kurzweiligen Album: Es ist
wirklich sehr schnell zu Ende. Gefühlt könnte es durchaus länger sein.
Selbst nach mehrmaligem Hören treten keine Gewöhnungseffekte ein.
Ein gelungener Feldzug
Man meint hören zu
können, wie viel Fun die Jungs beim Einspielen der Songs hatten. Die
gute Laune springt einen förmlich an. Es ist ein durchaus glaubwürdiges
Album. Es spielt mit Klischees und beeindruckt durch die technische und
textliche Einfachheit. Dabei wirkt es authentisch und nicht
dilettantisch. Ein gelungener Feldzug für die späten Nachfahren des
römischen Imperiums.
Label:
http://www.antstreet.de/
Artist:
http://www.myspace.com/themainattractionsolo
In spite
of all
01. Tic- Toc
02. Everbody knows
03. Broken record Player
04. Stand where the action is
05. Grey noise
06. Diesel band
07. Man of the match
08.
Chandra
09. In your face.
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