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Schon ab dem Dortmunder Bahnhof wird dem Radler die DEK-Route mit dem DEK-Routen-Schild gewiesen. Die Kennzeichnung der Tour ist über die gesamte Tour vorbildlich, was allerdings nicht verwundert, da diese Tour sehr beliebt ist und auch (oder gerade) von vielen älteren Radfahrern gefahren wird. Direkt an der Dortmunder Stadtgrenze gab es die erste Umleitung, die uns kurzzeitig vom Kanal wegführte. Auch hier war die Beschilderung sehr gut, weshalb man sich deswegen keine Sorgen machen sollte. An Henrichenburg vorbei, dem alten beeindruckenden Schiffshebewerk, ging es ohne größere Probleme in Richtung Münster. Kurz vor Münster quartierten wir uns für die erste Nacht ein. Das Schöne im Mai: Es ist Spargelzeit und vom Niederrhein und aus dem Münsterland kommt hervorragender Spargel - also unbedingt mal antesten... was wir an diesem Abend auch taten!
Für den nächsten Tag hatten wir uns als Tagesziel Rheine vorgenommen. Vorbei an Münster ging es in Richtung Rheine. Kurz vor Rheine passiert man das "Nasse Dreieick" bei Hörstel, bei dem der Mittellandkanal vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigt. Man ist hier auch direkt am Fuße des Teutoburger Waldes und die sichtbaren Höhenmeter lassen des Mountainbikers Herz bluten - werden diese bei der DEK-Tour rechts liegen gelassen. Ein schöner Biergarten lädt zum Verweilen ein und das Wetter war zumindest so gut, dass man diesen Tag hier ausklingen lassen konnte. Neben einem Restaurantbetrieb kann man sich hier auch ein Zimmer für die Nacht anmieten. Die Zimmeranzahl ist allerdings sehr begrenzt, also während der beliebten Reisezeit vorher mal nachfragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Route nicht zu verlassen brauchte. Auch wenn wir uns vorab als nächstes Ziel eigentlich Lingen vorgenommen hatten, haben wir uns letztendlich für Meppen entschieden, da wir uns unbedingt in Papenburg einquartieren wollten. Dennoch haben wir Lingen einen Besuch abgestattet. Um die Innenstadt zu erreichen, muss man die Route verlassen, aber die eiskalten Finger riefen nach wärmeren Handschuhen und nach einer warmen Tasse Kaffee. Also Kaffee getrunken, Handschuhe gekauft und wieder auf die DEK-Route eingefädelt. In Meppen gestaltetete sich die Hotelsuche ein bisschen konfuser. Hotels gibt es genug, aber die Angst vor den Zimmerpreisen ließ uns ein wenig in der Stadt rotieren. Wir sind dann im Hotel Pöker (www.hotel-poeker.de) untergekommen und das Zimmer als auch das Frühstücksbuffett waren erstklassig - und das zu humanen Preisen. Wo auch immer man sich auf dieser Tour einquartiert, aber man sollte auf jeden Fall Papenburg berücksichtigen! Diese kleine Stadt hat ein unglaubliches Flair und bietet neben den vielen Kanälen sehr viele Sehenswürdigkeiten. Im Stadtkern kann man auf den Kanälen Nachbauten traditioneller Schiffe bewundern und die Meyer Werft ist durch den Bau von Kreuzfahrtschiffen weltberühmt. Auch wenn Papenburg nicht an der DEK-Route liegt, hier sollte man auf jeden Fall einen Abstecher machen! Leider war bei uns das Wetter suboptimal - wie muss es erst sein, wenn bei schönem Wetter die am Kanal gelegenen Café's, Kneipen, Biergärten und Restaurants auf haben bzw. draußen Sitzmöglichkeiten bieten? Eine gute Übernachtungsmöglichkeit findet sich im Hotel Walker (www.hotel-walker-papenburg.de) unweit der City. Ein sehr gutes italienisches Restaurant findet ihr mit Sale-E-Pepe im Stadtkern, mit Jameson's Pub einen richtig geilen Irish Pub. Die weitere Tour nach Emden hat uns von der gesamten Tour am wenigsten gefallen. Wir waren aber selber schuld - um uns die Fähre von Ditzum nach Petkum zu ersparen, sind wir direkt rechts der Ems nach Emden gefahren. So sind wir etliche Kilometer auf asphaltierten Radwegen direkt neben der Straße gefahren und das Wetter setzte sich uns auch entgegen. Die eigentliche Route soll dagegen sehr viel ansprechender sein, so erzählte man uns nachher - und die Überfahrt mit der Fähre wäre auch kein Problem. In Emden angekommen haben wir uns direkt ein Fremdenzimmer gesucht, um die Finanzen nicht zu sehr zu schröpfen. Einen kulinarischen Tipp können wir auch geben: Frische Maischolle! Selbst als Nicht-Fischesser ein Genuss - man muss nur etwas Zeit mitbringen
Bis nach Emden sind wir mit dem bikeline Radtourenbuch "Ems-Radweg" gekommen, ab Emden muss man sich neu orientieren. Das bikeline Radtourenbuch "Nordseeküsten-Radweg 2" führt den Radler an der Küste über Norddeich bis nach Hamburg. Wir sind aber erstmal bis kurz vor Marienhafe der ausgeschilderten DEK-Route gefolgt, dann sind wir westlich nach Greetsiel gefahren, einem kleinen beschaulichen und von Touristen überlaufenen Fischerdörfchen. Man fährt bis hier nur noch über asphaltierte Feldwege. Von Greetsiel bis Norddeich folgten wir der im Radtourenbuch "Nordseeküsten-Radweg 2" vorgeschlagenen Route. Wenige Kilometer hinter Greetsiel sahen wir zum ersten Mal die offene Nordsee. Nach 405 Kilometern erreichten wir Norddeich - das Ziel unserer Reise - bei Sonnenschein
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