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Es erwartet einen eine unglaubliche Landschaft. Das Reisegepäck sollte man umfangreich auswählen, wichtig ist warme atmungsaktive Bekleidung. Trotz der Sonne, die schon mächtig Kraft hat, kann hier ein richtig eiskalter Wind pfeifen. Auch hier ist noch Winter, allerdings mit den Palmen am Ufer ein wenig anders als bei uns ;-) Schön ist, dass man selbst zu dieser Jahreszeit keine Probleme bei der Suche nach einer Unterkunft hat - man hat sich dem Tourismus gewidmet. Das Ziel dieser Reise und Ausgangspunkt für die Tagestouren war das kleine und bezaubernde Örtchen Brusimpiano - wie gesagt auf der italienischen Seite.
Selbst wenn der Lago Maggiore oder der Gardasee bei uns bekannter sind als der Lago di Lugano, an Touristen fehlt es hier nicht. So ist alles auf den Tourismus ausgelegt und man findet selbst in kleinen Örtchen wie Brusimpiano schöne und bezahlbare Unterkünfte und Restaurants - so wie dieses kleine Steakhaus an der Hauptstraße. Die Italiener sind ein stolzes Volk, stolz auf ihr Land und auf ihre Sprache. Mit Englisch, Französisch oder Deutsch kommt man meist nur bedingt weiter. Eigentlich verständlich, man ist Gast in diesem Land und hat sich dementsprechend zu verhalten - es ist natürlich immer schön, wenn man dann doch verstanden wird ;-) In den Restaurants oder im Hotel gab es allerdings nie Verständigungsprobleme.
Mit ein paar italienischen Wortfetzen, und seien diese noch so sehr zurechtgestammelt, entlockt man jedem Italiener oder Italienierin ein Lächeln und man bekommt dies direkt durch Anerkennung in Form einer erhöhten Aufmerksamkeit zu spüren. Von daher kann man jedem nur empfehlen, sich ein wenig mit der italienischen Sprache zu beschäftigen. Langes Büffeln kommt für einen kurzen Urlaub natürlich kaum in Frage, weshalb wir den im Reise Know-How Verlag erschienenen Italienisch 3 in 1 Kauderwelsch Sprachführer sehr empfehlen können (ISBN: 978-3-89416-584-0, Preis 12 Euro). Von den allerersten Schritten über die üblichsten Redewendungen bis hin zum italienischen Slang findet man alles, was man für einen Urlaub braucht - einschließlich anmachen und (wenn es nicht klappt) beschimpfen - oder wer es mag: Beides gleichzeitig.
Doch wollen wir nicht abschweifen! Es geht hier natürlich ums Biken, und das kann man mehr als genug. Die Seen Lago Maggiore und der Comer See liegen in unmittelbarer Nähe des Luganer Sees und bilden somit ideale Ziele für eine Tagestour. Neben dem bereits genannten Bikepark und Downhill am Monte Tamaro nördlich von Lugano findet sich südlich des Luganer Sees der Bikepark Darkglow. Dieser kleine und unbekannte Spot war allerdings noch geschlossen, obwohl dieser von der Höhenlage kaum über dem See liegt. Ein Befahren wäre theoretisch also möglich gewesen. Wer also mal am See ist, sollte den Spot, der zwischen den Orten Bisuschio und Besano liegt, einen Besuch abstatten. Neben einer Dirtline und einer Line mit kleinen Jumps findet sich dort eine Dualslalompiste und diverse Obstacles.
Angrenzend an den Lago di Lugano sind hohe Berge wie beispielsweise der Monte Bré im Osten mit einer Höhe von 925 m oder dem Monte San Giorgio mit einer Höhe von 1097 Meter, der sich zwischen den beiden südlichen Zipfeln des Sees befindet. Der See selber liegt bei einer Höhe von etwa 271 Metern. Bei den Fahrten um den Luganer See kann man schnell die Landesgrenzen überschreiten und somit von Italien in die Schweiz oder entgegengesetzt wechseln, man sollte sich also immer ausweisen können. Sprachlich bleibt es allerdings gleich, da es sich hier um die itlienischsprachige Schweiz handelt. Womit wir nochmal auf den Sprachführer hinweisen wollen ;-)
Ob man nun lieber auf dem schweizerischen oder dem italienischen Gebiet seinen Urlaub verbringen möchte, sei jedem selbst überlassen. Schön bleibt es so oder so! Einen Reiseführer wollen wir euch diesbezüglich aber noch ans Herz legen: Das Dumont Reisetaschenbuch "Tessin - Lago Maggiore - Lago di Lugano" bietet neben dem Reiseatlas in 1:170.000 sehr viel wissenswertes über den Luganer See und, wie es der Titel schon andeutet, über den Lago Maggiore. Neben den sehr ausführlichen Beschreibungen der Orte mit Nennung der verschiedensten Lokalitäten und Unterkünften bietet dieser Band sehr viele Infos zum Urlaub in diesem und auch den angrenzenden Gebieten. Sehr gut gefallen uns die vielen Randnotizen, Bemerkungen und Fotos, die diesen Reiseführer beim Lesen sehr kurzweilig gestalten. Wer nicht weiß was er nebem dem Biken sonst noch tun soll, darf sich durch die vielen Tipps zu anderen Aktivitäten inspirieren lassen. (ISBN 978-3-7701-5993-2, Preis 12 Euro)
Die optimale Reisezeit ist - nicht der März. Auch wenn der See schon viel zu bieten hat, empfiehlt sich definitiv eine spätere Anreise - zumindest, wenn man mit dem Bike unterwegs ist. Die Touren mit dem Bike können dann zu den Gipfeln führen und der Bikepark bzw. die Bikeparks laden zum Abrocken ein. Abends kann man den Sonnenuntergang am See auf einer Bank an der Promenade oder im Cafe sitzend genießen, ohne zu zittern und zu frieren. Sobald im März die Sonne dem Tag den Rücken kehrt, kann es trotz des vergleichsweise milden Klimas mächtig kalt werden. Von seinem meditarnen Flair büßt der Lago di Lugano dennoch nichts ein. Nicht umsonst gilt der Strand bei Lugano als die Riviera des Tessins.
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