Mountainbike Handschuhtest

Der Handschuhtest – Faust auf Faust

Geschrieben von Waldy
Hände! Wie wichtig Hände sind wissen wir nicht erst seit wir sie in Palmolive oder Geschirrspülmittel baden. Auch das kautzige Wesen aus den weiten fernen des Weltalls, ET, demonstrierte die leuchtende Wirkung seines Zeigefingers den er gen Himmel streckte. Was wäre der Biergarten ohne die Hände, die fleißig für kräftig Nachschub sorgen und letztendlich das kühle Nass der dürstenden Kehle zuführen. Unendlich der Einsatzbereich unserer Hände, und deshalb gilt es genau diese zu schützen. Wahrlich kein leichtes Unterfangen bei einem Sport wie dem Mountainbiken. Zu oft müssen die Hände unsanft die Folgen eines Sturzes abfangen, aber auch „nur“ das Fortbewegen unseres Fahrgerätes hinterlässt einen bleibenden Eindruck an den Händen. Die Zusammensetzung der 27 Knochen einer Hand gleicht teilweise mehr einem Puzzle. Die Hand besteht grob aus Handwurzel, Mittelhand und Finger. Die Finger unterteilen sich dann noch in Grundglied, Mittelglied und Endglied. Eine komplexe und komplizierte Einheit. Also müssen Handschuhe her. Was für Motocrosser gedacht ist kann für Mountainbiker eigentlich auch nicht schlecht sein. So der Grundgedanke. Ein Test von reinrassigen Motocrosshandschuhen wird zeigen, ob diese den Handschuhen, die speziell für den Mountainbiker entwickelt wurden, Paroli bieten können.
Zuerst sollten wir uns Handschuhe für den Mountainbiker anschauen. Da es hier verschiedene Einsatzbereiche gibt kommen im direkten Vergleich zu den Motocrossern nur Downhill- bzw. BMX-Handschuhe in Frage. Bei den MTB-Handschuhe fällt direkt die Verstärkung des Materials zwischen Daumen und Zeigefinger auf. Alle die hier getesteten MX-Handschuhe weisen nicht diese Verstärkung auf. Aber im Einsatz mit Rapidfire- Schalthebeln nicht wirklich ein Nachteil. Wie so oft im Leben gibt es auch bei den MTB-Handschuhen enorme Ausstattungsdifferenzen, was natürlich auch mal wieder vom Preis abhängt. Somit ist der weiche Aufsatz auf dem Daumenrücken zur Reinigung der Brille nicht bei allen MTB-Handschuhen vorhanden. Unsere getesteten MX-Handschuhe weisen alle diesen Luxus nicht auf. Auch hier bleibt die Frage, wer und wie oft man diesen Aufsatz denn nun wirklich nutzt. Vom Tragekomfort unterscheiden sich die Handschuhe für MTB nicht von denen für MX. Allerdings muss man auch hier wieder einschränken. Wie immer ist alles vom Preis abhängig. Doch dazu nachfolgend bei den einzelnen Handschuhen mehr. Genauso wollen wir uns die weitere Ausstattung wie zum Beispiel Protektoraufsätze, als auch die verwendeten Materialien, bei der Vorstellung der einzelnen Handschuhe anschauen. Natürlich gehört zum Tragen eines Handschuhs das dieser auch gewaschen werden muss. Wir waren nicht zimperlich und haben die Handschuhe mehrmals bei 40 Grad durch die Waschmaschine gejagt. Keiner der Handschuhe wies eine Schrumpfung auf. Das Handschuhe gerade bei den ersten Wäschen färben können, sollte jedem klar sein. Also nicht Mamas weißen Lieblingspulli mit den Handschuhen zusammen in die Waschmaschine werfen. Dann klappts auch mit der Nachbarin…

AXO PADLOCK MX GLOVE

Qualitativ sehr hochwertiger Handschuh. Die aufgesetzten Protektoren auf den Fingern schützen die Grundglieder der Finger. Das aufgesetzte Firmenlogo auf dem Handrücken ist allerdings etwas zu klein um effektiv die Mittelhandknochen zu schützen. Der Daumen ist, um den hohen Beanspruchungen gerecht zu werden, verstärkt. Sehr positiv fallen die in den Handflächen aufgenähten Polsterchen und der Lycra-Stretch zwischen den Fingern auf. Auch die Verstärkung und die Gummierung der Fingerkuppen des Zeige- und Mittelfingers gefallen uns sehr gut. Das Material der Handschuhe lässt keine Wünsche offen. Sehr guter Tragekomfort, und auch bei sommerlichsten Temperaturen angenehm zu tragen. Ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis. Material: Synthetisches Leder (Clarino), Lycra Stretch, TPR Protektion, …
Preis: 39,90 Euro
Infos: www.axosport.de

THOR CORE5 GLOVES

Der teuerste Handschuh der Thor-Kollektion. Aufgesetzte Protektoren zum Schutz der Grund – und Mittelglieder. Zumindest was für die Mehrheit der Finger angeht. Leider wurde auf den Schutz des Zeigefingers komplett verzichtet. Auch hier ziert das Firmenlogo den Handrücken, was zugleich auch schützen soll. Ein
funktioneller Materialmix sorgt für optimale Passform und Luftzirkulation. Der Handschuh passt sich so gut der Hand an, dass er geradezu von Chirurgen bei einer OP eingesetzt werden könnte 😉 Die Verstärkung der Handfläche, Spanduraeinsätze zwischen den Fingern als auch die gummierten Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger runden das Bild ab. Der teuerste, unserer Meinung nach aber auch der beste Handschuh im Test. Material: Synthetisches Leder (Clarino), Polyester, Airprene, TPR Protektion,
Preis: 39,90 Euro
Vertrieb und Infos: www.goetz-motorsport.de
Infos: www.thormx.com

THOR PHASE 4.0 GLOVE

Der kleine Bruder des THOR CORE5. Auch hier finden wir zum Schutz der Finger aufgesetzte Protektoren im Bereich des Grund- und Mittelglieds. Und wieder findet hier ein Finger leider keine Beachtung: Diesmal der kleine Finger. Dasaufgestickte Thor-Logo ziert nicht nur den Handrücken, sondern schützt auch. Wenngleich auch hier der zu schützende Bereich größer ausfällt als das aufgestickte Logo. Der Daumen wurde beim PHASE 4 extra verstärkt. Was besonders auffällt ist die Beschaffenheit des Obermaterials. Sieht nicht nur kuschelig aus, ist auch noch extrem dehnbar und passt sich sehr gut der Hand an. Was noch besonders gefällt, zumindest im Sommer, das der Handschuh sehr kurz ist. Das Handgelenk ist gerade noch soweit geschützt wie es nötig wäre bei einem Sturz. Die Handflächen weisen keine aufgesetzten Verstärkungen auf. Die Polsterungen sind von innen aufgenäht, was den Tragekomfort aber nicht einschränkt. Guter Handschuh, kann aber unserer Meinung nach nicht an den CORE5 oder den AXO ranreichen. Material: Synthetisches Leder, Polyester, Airprene, TPR Protektion
Preis: 34,90 Euro
Vertrieb und Infos: www.goetz-motorsport.de
Infos: www.thormx.com

Michael Kozlowski

Was war, was ist, was wird. Jetzt sitze ich hier und überlege, was ich ?Über mich? schreiben könnte. Leider, oder Gott sei Dank blieben mir geistige Ergüsse, wie Einsteins E=mc2 oder die Findung der Frage auf welche die Antwort ?42? ist, erspart. Auch ist es mir nicht gelungen, den Weltfrieden herbei zu führen. Doch im Rahmen der Möglichkeiten, die sich einem 1968-Geborenen, von einer alleinerziehenden Mutter indoktrinierten Bengel aus Moers bieten, bin ich im Rückblick auf mein bisheriges Leben recht zufrieden. Die angeborene Bauernschläue nutzend, ist es mir gelungen, die zehn Pflichtschuljahre ohne Verzögerungen oder besondere Auffälligkeiten zu absolvieren. Sehr gut oder schlecht ist mir der ein oder andere Lehrkörper in Erinnerung geblieben. So bin ich bis heute von meiner damaligen Klassenlehrerin, Frau Kluge, beeindruckt. Voller Idealismus versuchte Sie mir die Hauptfächer nahezubringen. Bis auf Mathe ist ihr das auch recht gut gelungen.

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