Onepointfive - Der neue Standard

Onepointfive – Phat, phatter am 1.5zigsten!

Race Face Performance Products, King Cycle Group, Rocky Mountain Bicycles, Cane Creek Components und Answer/Manitou kündigen einen neuen Standard für Gabelschäfte an. Das mit 1.5 Zoll reichlich groß bemessene Gabelrohr erhöht die Steifigkeit und Haltbarkeit auf das Äußerste. Der OnePointFive-Standard ist das Ergebnis eines Symposiums der obengenannten Firmen anlässlich der Interbike 2001. Manitou möchte mit diesem Standard das Freeride-Bike neu definieren. Allerdings stellt sich die Frage, wie das ein dickerer Gabelschaft bewerkstelligen soll? Der OnePointFive-Standard ist allerdings mehr als nur ein fettes „Rohr“, er legt die Dimensionen von Gabelrohr, Lenkkopflager und Gabelschaft neu fest. Die Rahmen Ober- und Unterrohre verdicken sich wie eine Flasche Fosters auf den Durchmesser des Gabelrohrs. Das herrausragendste Merkmal ist die Klemmung des Gabelschafts, Phatter gehts nicht mehr.

Mehr hält mehr – Freeride Optik

Diese Modifikationen sollen in ihrer Gesamtheit die Festigkeit und die „nötige“ Freeride-Optik schaffen. Die neue Optik mit dem „for Freeriders only“ Logo definiert klar die Zielgruppe. Freerider! Freeriden ist eine der Sparten des Mountainbikesports, die am meisten Beachtung in der Öffentlichkeit findet, für die es aber keine speziellen Produkte gibt. Aus diesem Grunde rief Manitou das 1.5-Projekt ins Leben. In Fachkreisen haben normale Gabeln mit nur einer Gabelbrücke den Ruf, nicht besonders haltbar zu sein (North Shore, auch Friedhof der Gabelbrücken genannt). Manitou will beweisen, dass normale Single-Crown-Forken genauso belastbar sind wie Doppelbrücken, allerdings muss dafür der größere Durchmesser des Gabelrohrs in Kauf genommen werden. Dafür sind die neuen Gabeln eigentlich überall einsetzbar, im Downhill ebenso wie im Crosscountry, aber dafür sind die Dinger halt nicht gemacht. Die neuen Gabeln sollen nicht die ultimative Waffe für Megadrops und Jumps sein, dafür gibt es bereits hervorragende Doppelbrückengabeln.

Elitäre Freerider

Die OnePointFive Parts sollen vielmehr den „Elitären“ Charakter des Freeriden hervorheben. Die meiste Kraft wirkt auf eine Gabel am unteren Lenkkopflager ein. Hier muss der Gabelschaft und das Lenkkopflager alle auftretenden Kräfte absorbieren. Je länger eine solche Gabel mit einfacher Gabelbrücke ist, umso größer die auftretenden Kräfte. Die meisten Rückläufer der Gabelhersteller weisen im Bereich des unteren Lagers Verformungen und Beschädigungen auf. Die logische Konsequenz aus diesen „Garantiefällen“ war, eine speziell in diesem Bereich verstärkte Gabel zu bauen.

Monströse Optik der neue Standard: Onepointfive

Durch die größer ausgeführten Rahmenrohre wird auch die von der Gabel übertragene Kraft auf eine größere Fläche verteilt, so dass es zu weniger Rahmenbrüchen im Lenkkopfbereich kommt. Alles in allem eine Interessante Entwicklung, bleibt nur die Frage offen wer diese Technik braucht, eigentlich sind ja die Doppelbrücken stabil genug. Wahrscheinlich wird dieser Standard ein „must have“ für Freerider werden. Es sieht einfach monströs aus. Ob der normale „Weekend-Warrior“ das Teil kleinbekommt, ist fraglich. Aber der Freerider will sich ja auch von der Masse der Downhiller und Crosscountry abheben.

Michael Kozlowski

Was war, was ist, was wird. Jetzt sitze ich hier und überlege, was ich ?Über mich? schreiben könnte. Leider, oder Gott sei Dank blieben mir geistige Ergüsse, wie Einsteins E=mc2 oder die Findung der Frage auf welche die Antwort ?42? ist, erspart. Auch ist es mir nicht gelungen, den Weltfrieden herbei zu führen. Doch im Rahmen der Möglichkeiten, die sich einem 1968-Geborenen, von einer alleinerziehenden Mutter indoktrinierten Bengel aus Moers bieten, bin ich im Rückblick auf mein bisheriges Leben recht zufrieden. Die angeborene Bauernschläue nutzend, ist es mir gelungen, die zehn Pflichtschuljahre ohne Verzögerungen oder besondere Auffälligkeiten zu absolvieren. Sehr gut oder schlecht ist mir der ein oder andere Lehrkörper in Erinnerung geblieben. So bin ich bis heute von meiner damaligen Klassenlehrerin, Frau Kluge, beeindruckt. Voller Idealismus versuchte Sie mir die Hauptfächer nahezubringen. Bis auf Mathe ist ihr das auch recht gut gelungen.

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