Sireba - Akkulampe für das Mountainbike

SIREBA – Akkulampe im Test – Nutze die Macht

Use the force, Luke – Kein anderer Satz ist so berühmt wie dieser. Mit der Star Wars -Saga schuf George Lucas eine neue Religion. Die Trilogie spiegelt, wie keine andere, den ständigen Kampf von Gut und Böse wider. Tausende Amerikaner geben als Glauben „Jedi“ an. Die Guten in weiß gewandet, die Bösen in schwarz. Schwarz stilisiert zur Farbe des Bösen. Doch es lassen sich unzählige Analogien finden: Der helle Tag als Lebensspender und die Nacht als Vorreiter des Todes. Der Teufel als Fürst der Finsternis. Seit je her ist es deshalb das Bestreben der Menschen gewesen, die Nacht zum Tag zu machen, angefangen bei den Steinzeitmenschen und aufgehört in Las Vegas. George Lucas kam auf die geradezu geniale Idee, seine Jedi-Ritter (wird korrekterweise übrigens „Jedei“ ausgesprochen) mit Lichtschwertern auszurüsten. Licht als Waffe gegen die Schergen der dunklen Seite (zugegeben, die Sith-Lords haben natürlich auch Lichtschwerter, doch diese leuchten nicht halb so hell, wie die der Guten). Weder Jedis noch Biker haben es leicht. Wir Biker fechten gerade jetzt in den kalten Wintermonaten unsere persönlichen Vendettas gegen die Finsternis.

Die Lampe

Mit der SIREBA wird uns ein Werkzeug des Lichts zur Verfügung
gestellt, welches wirklich die Nacht zum Tag macht. Die neue LED Akku- Leuchte mit dem ungewöhnlichen Namen SIREBA schickt sich an, die Konkurrenten zu funzelnden Kerzchen zu deklassieren. Das
erstaunlich kleine Meisterwerk „Made in Germany“ ist vom Design her edel und schlicht. Eine wahre Augenweide. In dem extrem kleinen Aluminiumgehäuse, welches titanfarben eloxiert ist, steckt eine ausgeklügelte Steuerelektronik, die den Stromverbrauch der Hochleistungs-LED regelt, damit diese immer mit gleicher Helligkeit zu Werke geht. Die zentral angeordnete LED bündelt ihr Licht mit dem Reflektor und der Spezial-Linsen-Optik so effektiv, dass wir von einem direkten hineinschauen dringend abraten möchten. Ein wenig erinnert das Licht der SIREBA an ein DE-Projektions-Licht aus dem Autobau. Die Leuchtkraft der weißen LED (3-Watt-Version) entspricht der einer 12-Watt-Halogen-Lampe ohne deren immensen Stromhunger zu entwickeln. Auch in punkto Lebensdauer kann die LED alle Mitbewerber toppen: 50.000 Stunden soll die Light-Emitting-Diode halten. Ihr Vorteil: kein freischwingender Glühfaden, der erschütterungsempfindlich ist. Das wasserdichte Gehäuse sollte keinesfalls geöffnet werden. Die scheinbar einfache Glasscheibe ist eine Linsenoptik, die durch verdrehen ihre Fokussierung verändert. Aus dem Laserschwert wird dann eine Lichtdusche ohne „Weitblick“. Am hinteren Ende der SIREBA befindet sich eine Indikator-LED, die den Beginn der Leuchtreserve von einer Stunde kennzeichnet und der EIN/AUS-Schalter. Selbstverständlich beides wasserdicht. Die Wasserdichtigkeit wurde von uns natürlich ausgiebig getestet und kann bestätigt werden. Die O-Ringe und Teflondichtungen verhindern wirkungsvoll jeden Eindringversuch von Wasser. Wie gesagt, wasserdicht und nicht nur spritzwassergeschützt, wie die Plastikbomber aus dem Fernen Osten. Deutsche Wertarbeit! Zur Befestigung am Lenker thront die Leuchte auf einen lasergeschnittenen Sockel aus Edelstahl. Fixiert wird die Lampe, wie branchenüblich, mit zwei O-Ringen. Gummierungen am Sockel verhindern Kratzer und ein Verrutschen am Lenker. Optional für die Montage von zwei Lampen ist eine Brücke erhältlich.

Die Kraftzentrale

Da Mini-Atom-Reaktoren leider von den Grünen verhindert wurden, wird der magere Strombedarf der SIREBA von einem 3000-mAh-Nickel-Metall-Hydrid-Akku gestillt. Der Akku wird in einer mitgelieferten Tasche verstaut. Fixiert wird die Tasche mit Klettbändern, die sich individuell auf die Rohrdurchmesser der Rahmen einstellen lassen. Dies wirkt zwar nicht so professionell, wie z.B. das NI-Pack von Sigma, lässt sich jedoch wesentlich einfacher an- und abmontieren. Leider lies sich das Akku-Pack nicht ganz problemlos am Rahmen des Klein Mantra befestigen. Alternativ kann das Pack auch unter dem Sattel verstaut werden. Das lange Kabel für die Helmhalterung reicht auch für ein Verstauen im „Kofferraum“ aus. Geschickte Bastler können aber auch eine Trinkflasche modifizieren, diese mit dem Akku im Flaschenhalter platzieren und hoffen, dass man keinen Durst bekommt. Das Akku-Pack-Kabel findet über Steckverbinder Anschluss an die Leuchteinheit und kann leicht ausgetauscht werden. Das es sich um

ein Standard-Akku-Pack handelt und die Ladeelektronik komplett im Ladegerät (gehört zum Lieferumfang) untergebracht ist, kann Ersatz aus dem Elektronikhandel bezogen werden. Denkbar wäre auch ein Batteriepack, um von der Steckdose unabhängig zu sein. Die Ladezeit bei normal entladenem Akku beträgt 3-4 Stunden. Um die Ladezeiten muss man sich nicht kümmern, dies alles wird vom Ladegerät gesteuert. Es überprüft zuerst, ob das Pack OK ist, ist der Test bestanden beginnt das Ladegerät den NiMH zu laden. Ist er voll, schaltet das Ladegerät auf Erhaltungsbetrieb um. Ebenso kann der Akku entladen werden.

Fazit: Ein Stück Handwerkskunst wie man es aus deutscher Produktion gewohnt ist. Die Lampe wurde konsequent durchdacht und überzeugt völlig. Das Akku-Pack bzw. die Halterung ist noch verbesserungsfähig und könnte leicht ebenfalls wasserdicht gemacht werden. Das mitgelieferte Ladegerät ist State of the Art. Hier sollten andere Hersteller sich ein Beispiel nehmen. Der Preis von 295 Euro für die 5-Watt- und 230 Euro für die 3-Watt Ausführung kann nicht gerade als Schnäppchen bezeichnet werden, doch dafür gibt es auch „Made in Germany“. Qualität wie man sie aus deutschen Landen gewohnt ist. Die Lebensdauer des Leuchtmittels von circa 50.000 Stunden kann den hohen Preis nur teilweise kompensieren (ein herkömmliches Leuchtmittel auf Halogen-Basis hält circa 500 Stunden). Das aus Aluminium gefertigte und eloxierte Lampengehäuse hat das Zeug zum Red-Dot-Award. Schlichte Schönheit und perfekte Funktion. Alle Teile der Lampe stehen einzeln zur Verfügung und können gegebenenfalls getauscht werden. Zur Reparatur sollte die Lampe jedoch eingeschickt werden. Die Linsenoptik muss präzise eingestellt werden und die Wasserdichtigkeit ist auch ein Feature, auf das nicht verzichtet werden sollte. Die SIREBA steht als 3-Watt und 5-Watt-Version zur Verfügung. Lediglich die Akkus unterscheiden sich. Die 5-Watt-Version hat aufgrund der stärkeren Belastung des LED-Leuchtmittels eine etwas kürzere Lebensdauer des selbigen. Wem die 5-Watt-Version nicht ausreicht, kann eine zweite Lampe hinzu schalten. Sinnlos zu erwähnen, dass die Sonne im Hosentaschenformat natürlich keine Straßenzulassung hat. Wer ernsthaft bei Dunkelheit im Gelände unterwegs ist, wird diese Mini-Sonne zu schätzen lernen. Die Reaktionszeit auf Verbesserungsvorschläge fällt auch erfreulich kurz aus. Kurz nachdem wir nach einer Flaschenhalterung für den Akku nachgefragt hatten, flatterte uns eine E-mail mit Fotos von selbiger ins Haus (besser kann man es nicht machen!!!) Im großen Set ist zusätzlich ein langes Kabel und eine Helmhalterung enthalten. Vorteil der Helmmontage: Das Licht fällt dorthin wo man hinschaut. Nachteil: Man sieht total behämmert aus. In diesem Sinne: Möge die Macht, ähhh SIREBA mit Dir sein!

PS: Wer sich über den Namen wundert, hier die Erklärung: (SI)egfried-(RE)inhardt-(BA)den.

PSPS: Ein kurzer Anruf und schon bewegt sich was! Der Akkupack kann jetzt auch integriert in eine Getränkeflasche geordert werden. So etwas nennt man Kundennähe und kundenorientiertes arbeiten, made in Germany halt.

Infos und Bestellungen:
Feinwerk- und Drucktechnik GmbH
Kirchenstrasse 38
69239 Neckarsteinach
Telefon 06229 700-0
Telefax 06229 700-67
E-Mail: info@fuddruck.de
Internet: www.fuddruck.de

Michael Kozlowski

Was war, was ist, was wird. Jetzt sitze ich hier und überlege, was ich ?Über mich? schreiben könnte. Leider, oder Gott sei Dank blieben mir geistige Ergüsse, wie Einsteins E=mc2 oder die Findung der Frage auf welche die Antwort ?42? ist, erspart. Auch ist es mir nicht gelungen, den Weltfrieden herbei zu führen. Doch im Rahmen der Möglichkeiten, die sich einem 1968-Geborenen, von einer alleinerziehenden Mutter indoktrinierten Bengel aus Moers bieten, bin ich im Rückblick auf mein bisheriges Leben recht zufrieden. Die angeborene Bauernschläue nutzend, ist es mir gelungen, die zehn Pflichtschuljahre ohne Verzögerungen oder besondere Auffälligkeiten zu absolvieren. Sehr gut oder schlecht ist mir der ein oder andere Lehrkörper in Erinnerung geblieben. So bin ich bis heute von meiner damaligen Klassenlehrerin, Frau Kluge, beeindruckt. Voller Idealismus versuchte Sie mir die Hauptfächer nahezubringen. Bis auf Mathe ist ihr das auch recht gut gelungen.

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