Energieriegel selber machen

Energieriegel selbst gemacht – Alternatives Kraftfutter für die Power

Das Frauen besser mit Geld umgehen können als Männer ist allgemein bekannt und mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert. Das Frauen die besseren Ausdauersportler sind auch! Das Frauen in die Küche gehören weiß auch „Jeder Mann“, doch was passiert, wenn eine Frau alle drei Eigenschaften kombiniert? Richtig, es kommen Backrezepte dabei heraus. Für jeden, der auf den Geldbeutel schaut und sich sicher sein möchte, was in seinen „Powerriegeln“ verarbeitet wurde, für den hat unsere Leserin Antonia einige ultimative Rezepte, die nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch noch besser schmecken. Besonders genial: Die Idee fertigen Hefeteig zu verwenden. Das spart Zeit! Durch die Verwendung von Hefeteig eignen sich die Rezepte auch als Frühstück vor einer langen Belastung. Bekanntlich sollten ja die Kohlenhydratspeicher vor einer Belastung gefüllt sein, deshalb empfiehlt es sich vor dem Training oder Wettkampf eine leichtverdauliche Mahlzeit einzunehmen. Nudeln und Bananen sind kurz vorher nicht die erste Wahl. Beides liegt schwer im Magen und Nudeln werden für eine schnelle Auffüllung der Kohlenhydratspeicher zu langsam verdaut. Ein leichtes Frühstück mit dem „Antonia-Power-Food“ füllt die Kohlenhydratspeicher und ist leicht verdaulich. Für längere Touren mit Rast kommen die „Deftigen Teilchen“ sehr gelegen. Preise für das Roadrunnerfutter liegen bei einem Bruchteil der kommerziellen Riegel.

Guten Hunger! Selbstgemachte Energieriegel

Ob die Inhaltsstoffe den Mehrpreis für Powerbar und Co. KG rechtfertigen möchten wir hier offen lassen. Es stellt sich auch die Frage, ob Breitensportler oder gar Amateure einen Unterschied in Ihrer Leistungsfähigkeit bemerken. Bekanntlich schlägt die altbewährte Apfelschorle alle chemischen Konkurrenten in Punkto Preis/Leistung und Inhaltsstoffe um Längen. Der neuste Trend als Fitness-Drink: Alkoholfreie Biere. Zum Thema Inhalt: Die Backwaren (auf 100 Gramm bezogen) haben einen Fettgehalt von circa 4 Gramm, einen Kohlenhydratanteil von über 50 Gramm und circa 8 Gramm. Diese Zusammensetzung variert je nach verwendeten Zutaten. Doch genug geschwafelt, ab in die Küche, Helm gegen Backmütze und Bikehose gegen Küchenschürze getauscht. Gut Nudelholz! Tipps vorneweg: Wer bestimmte Sachen nicht mag (z.B. Rosinen) lässt sie einfach weg… Die meisten Rezepte sind erstaunlich tolerant gegenüber Abweichungen. Wem bestimmte Sachen fehlen, der packt sie einfach rein :-), z.B. Banane, Nüsse oder Schokolade. Geht garantiert problemlos. Aufgetauter Hefeteig sollte ebenso wie alle anderen tiefgekühlten Lebensmittel nicht wiederholt eingefroren werden! Daher bei geringem Bedarf weniger nehmen (d.h. nur 1-2 Platten Hefeteig auftauen). Selbstgemachter Hefeteig kann problemlos eingefroren werden, sowohl gebacken als auch roh, aber auch hier: Nicht nocheinmal einfrieren.

Süße Hefeteilchen (6 Stück)

Zutaten
1 Paket Tiefkühl-Hefeteig (Pizzateig), ca. 400 g (Minimal: 3 Platten)
Trockenobst (Aprikosen, Apfelringe, Pflaumen, Rosinen, ganz nach belieben). Kleingeschnitten sollen es insgesamt etwa 3 kleine Tassen (oder 1,5 Becher) voll sein (locker, nicht gestopft…). Entweder eine Mischung (ca. 300-400 g) kaufen, oder das einzeln, was man selbst am liebsten mag ca. 10 Esslöffel „Nussiges“: gehobelte Mandeln, Kokosflocken, Sonnenblumenkerne, etc. Wer unbedingt will: Schokobröckchen (Tafel zerhacken, Smarties, oder kaufbare Stückchen aus der Backabteilung). Etwas Butter oder Margarine

Zubereitung
Hefeteigplatten gut auftauen lassen, sie müssen ganz weich sein –  etwa 30-60 Minuten. Platten mit Messer halbieren, und jeweils eine halbe Platte verkneten mit
– einem halben Teelöffel Butter
– einer halber Tasse kleingeschnittenen Trockenobst
– 1-2 Esslöffeln „Nusskram“ und evtl Schoki
Alles gut vermengen und eine Rolle, ein Brötchen oder einen Klops
formen. Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen und
Teilchen drauflegen (oder in Muffin- oder „Happen“-Förmchen füllen, falls vorhanden). Eine Viertelstunde gehen lassen, d.h. sauberes Handtuch drüber und in Ruhe lassen. Backofen in der Zwischenzeit auf etwa 180 Grad vorheizen. Teilchen in den heißen Backofen für etwa 15 Minuten. Die Oberfläche sollte leicht braun sein, und für den gefahrlosen Transport ruhig etwas fester als für den Heimverzehr. Abkühlen lassen, einpacken, aufessen 😉

Deftige Teilchen: (6 Stück)

Zutaten
1 Paket Tiefkühl-Hefeteig (Pizzateig), ca. 400 g (Minimal: 3 Platten)
1 Paket Tiefkühl-Pfannengemüse-Mischung nach Geschmack, z.B. Mexikanisch oder Italienisch (ca. 400-500 g)
2 Esslöffel Tomatenmark (falls im Haus, geht auch ohne)
Wer will: 100 g Putenbrust, Salami, oder Schinkenspeck, kleingewürfelt

Zubereitung
Hefeteigplatten gut auftauen lassen, sie müssen ganz weich sein. Etwa 30-60 Min. Gemüsepfanne nach Anleitung zubereiten, Tomatenmark und evt. Wurst dazumischen, abkühlen lassen. Platten mit Messer halbieren, und jeweils eine halbe Platte mit etwa einem Sechstel der Gemüsemischung ordentlich verkneten. Ist ne kleine Sauerei, geht letztlich aber ganz gut. Alles gut vermengen und eine Rolle, ein Brötchen oder einen Fladen formen. Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen und Teilchen drauflegen (oder in Muffin- oder „Happen“-Förmchen füllen, falls vorhanden). Wer nicht rumsauen und kneten mag, kann auch Taschen formen, s.u. Eine Viertelstunde gehen lassen, d.h. sauberes Handtuch drüber und in Ruhe lassen. Backofen in der Zwischenzeit auf etwa 180 Grad vorheizen. Teilchen in den heißen Backofen für etwa 15 Minuten. Muß an der Oberfläche leicht braun sein, und für den gefahrlosen Transport ruhig etwas fester als für den Heimverzehr. Taschen-Variante (für Knet-Scheue): Die halben Hefeteigplatten leicht ausrollen oder von Hand auf etwa doppelte Größe dehnen, Füllung in die Mitte geben, und dann das „Täschchen“ an den Rändern fest zusammendrücken. Gehen lassen, backen. Hefeteig zieht sich übrigens immer wieder zusammen, also lässig bleiben, die 1,5-fache Größe tuts auch 🙂

Selbstgemachter Hefeteig (noch leckerer)
süß:

– 300 g Mehl
– 1 Paket Trockenhefe oder 1/2 Paket frische Hefe
– 1 Esslöffel Zucker
– 2 gehäufte Esslöffel weiche Butter oder Margerine
– 150 g lauwarme Milch (wer will auch Buttermilch oder fettarme Milch)
– 1 Ei
– Eine Prise Salz

deftig:

– 250 g Mehl
– 1 Paket Trockenhefe oder 1/2 Paket frische Hefe
– 1 Prise Zucker
– 200 g lauwarmes Wasser
– 1 Esslöffel Öl
– Eine Teelöffel Salz

Zubereitung
Mehl und Hefe und Zucker mischen. Rest dazu, etwa 7-10 Minuten mit den Knethaken der Rührmaschine kneten (oder kräftig von Hand). Der Teig sollte sich dann zu einem schönen Ballen geformt haben und/oder „Fäden ziehen“. Teig mit Handtuch zudecken, ca. 30 Minuten gehen lassen (= in Ruhe lassen). Der Teig wird dabei übrigens deutlich größer, also nicht so ne winzige Schüssel nehmen! Dann in ca. 6 gleichgroße Portionen teilen, jeweils mit der oben angegebenen Menge Füllung mischen, und wie oben weitermachen („gehen lassen“). Wenn der Teig stark klebt, die Hände und die Backfläche immer wieder mit Mehl bestäuben, aber nicht allzuviel davon reinkneten (wird sonst zu dröge).
Guten Appetit!

Nachtrag:
Bananen: In der (geschlossenen) Hefe-Tasche sollten sie kein Problem darstellen, aber wenn man so einen Böller macht, bei dem an allen Ecken und Enden die „Füllung“ rausguckt, könnte das für den Transport doch ungeeignet sein. Dann vielleicht lieber Bananenchips nehmen (gibt es mittlerweile fast überall dort wo es Trockenobst gibt). An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Antonia. Jetzt aber ab in die Küche und das schlechte Wetter nutzen! Wer jetzt übt, hat es im Sommer leichter!!!

Michael Kozlowski

Was war, was ist, was wird. Jetzt sitze ich hier und überlege, was ich ?Über mich? schreiben könnte. Leider, oder Gott sei Dank blieben mir geistige Ergüsse, wie Einsteins E=mc2 oder die Findung der Frage auf welche die Antwort ?42? ist, erspart. Auch ist es mir nicht gelungen, den Weltfrieden herbei zu führen. Doch im Rahmen der Möglichkeiten, die sich einem 1968-Geborenen, von einer alleinerziehenden Mutter indoktrinierten Bengel aus Moers bieten, bin ich im Rückblick auf mein bisheriges Leben recht zufrieden. Die angeborene Bauernschläue nutzend, ist es mir gelungen, die zehn Pflichtschuljahre ohne Verzögerungen oder besondere Auffälligkeiten zu absolvieren. Sehr gut oder schlecht ist mir der ein oder andere Lehrkörper in Erinnerung geblieben. So bin ich bis heute von meiner damaligen Klassenlehrerin, Frau Kluge, beeindruckt. Voller Idealismus versuchte Sie mir die Hauptfächer nahezubringen. Bis auf Mathe ist ihr das auch recht gut gelungen.

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